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Samstag, 24. Februar 2018

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Rolandseck Festival im Portrait

Rolandseck Festival

02. Juli - 08. Juli 2017

Der 1856 errichtete Bahnhof Rolandseck ist seit Beginn ein Ort der kreativen Begegnung. An den Rheinhängen inmitten eines weitläufigen Parks gelegen, war er mit seinen historisch erhaltenen und zeitgenössisch-künstlerisch ausgestalteten Gesellschaftsräumen, die heute das Restaurant beherbergen, und den umlaufenden Aussichtsterrassen in seiner Geschichte immer auch ein Treffpunkt der geistigen, künstlerischen und politisch-gesellschaftlichen Prominenz - nicht erst in den Tagen der Bonner Republik.

Johannes Wasmuth, Bonner Kunstsammler und Galerist, der seit den frühen 1960er Jahren stetig am Aufbau eines eigenständigen Kulturprogramms in der Bundeshauptstadt arbeitete, erkannte das große Potenzial des Bauwerks und gründete, um das Ensemble 1965 vor dem Abriss zu bewahren, mit einigen Künstlerfreunden wie Stefan Askenase, Marcel Marceau und Yaltah Menuhin (der Schwester von Yehudi Menuhin) die Gesellschaft "arts and music". Am 15. Mai 1969 veröffentlichte Marcel Marceau das Manifest von Rolandseck als Aufruf zur Unterstützung: "Wir bitten Euch um Eure Hilfe, damit Rolandseck bestehen und uns alle aufnehmen kann (&) Der Bahnhof Rolandseck wird das Theater sein, in dem sich alle Künste vereinen, um das Wunderbare zu schaffen."

Die Veranstaltungen und Feste der Gesellschaft wurden zum Bestandteil des kulturellen Lebens im Süden Bonns. Wasmuth gelang es, eine Vielzahl berühmter Künstler das Haus zu binden. In den 1960er Jahren folgte - mitten im Sechstagekrieg - das Israel Philharmonic Orchestra als erstes israelisches Orchester seit den Jahren des Holocausts einer Einladung von Johannes Wasmuth und legte damit einen Grundstein der deutsch-israelischen Kulturbeziehungen. Es entstanden freundschaftliche Beziehungen zwischen dem Bonner Kunstsammler Wasmuth und dem Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra, Chaim Taub, der in der Folge 15 Jahre lang die Rolandsecker Sommerkurse für junge Musiker aus Israel und Deutschland leitete.

Das Konzept der Gesellschaft "arts and music" sah vor, durch Konzerte, Lesungen und Ausstellungen eine enge Verknüpfung von Musik, Literatur und bildender Kunst zu schaffen. Auch ein im Bahnhof Rolandseck eingerichtetes Gast-Atelier diente diesem Zweck. Als der privat geführte Bahnhof Anfang der 70er Jahre vor dem finanziellen Ende stand, erwarb das Land Rheinland-Pfalz den Bahnhof von der Deutschen Bundesbahn und gründete die Stiftung Bahnhof Rolandseck. 2004 nach umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten unter dem Namen Arp Museum Bahnhof Rolandseck wiedereröffnet, erhielt das Haus durch den im September 2007 eröffneten Neubau des Architekten Richard Meier, oberhalb des historischen Bahnhofsgebäudes gelegen, seine spektakuläre Erweiterung. Durch die hier verortete Arp-Sammlung des Landes Rheinland-Pfalz und ein umfangreiches Konzert-, Ausstellungs- und Literaturprogramm besteht nun das Gesamtprogramm aus drei Sparten: Kunst, Musik und Literatur.

(Selbstdarstellung Rolandseck Festival)


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