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Samstag, 21. Oktober 2017

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Wurzer Sommerkonzerte im Portrait

Wurzer Sommerkonzerte

22. Juli - 02. September 2017

In diesem Jahr finden die WURZER SOMMERKONZERTE zum 30. Mal in dem 1780 von Johann Jacob Philipp Muttone als Sommersitz des Cistercienser Stiftes Waldsassen erbauten Wurzer Pfarrhof statt. Erstmalig im Jahr vor der politischen Wende durchgeführt, wollte die Initiatorin und Organisatorin Frau Dr. med. Rita Kielhorn, Ärztin in Berlin, dieses mit hervorragender Akustik ausgestattete historische Anwesen der Allgemeinheit zugänglich machen und über die Musik eine Brücke in dem damals noch durch den Eisernen Vorhang geteilten Europa bauen.

„Festlich, höfisch, heiter“ feiern die WURZER SOMMERKONZERTE ihr 30-jähriges Jubiläum. Es beginnt mit einer Jubiläumsfeier in der O’Schnitt-Halle Wurz am 22. Juli: Die BRASS BAND BERLIN brilliert in einer Mischung aus Musik, Show und Slapstick und bläst, was das Blech hergibt. Beste Unterhaltung ist garantiert!

Die weltweit gefeierten Prager Blechbläser eröffnen die Jubiläumsgala mit „30 x 30 musikalischen Überraschungen“ und einer Weltpremiere, einer eigens zum Jubiläum komponierten Fanfare. 30 Friedenstauben werden – Symbol für die Hoffnung auf eine friedlichere Welt – vom Wurzer Pfarrhof in den Himmel steigen.

Während des „Tschechischen Musiksommers in Wurz“ widmen sich die acht Sänger der vielfach preisgekrönten Schola Gregoriana Pragensis dem Andenken des tschechischen Reformators Jan Hus und Martin Luthers in traditionellen hussitischen und lutheranischen geistlichen Liedern und Chorälen. Ein ausschließlich tschechisches Programm mit Werken von Josef Suk, Leoš Janáček und Antonín Dvořák bringt das preisgekrönte Zemlinsky Quartett zu Gehör. Die als Jahrhunderttalent gefeierte tschechische Weltklasse-Harfenistin Jana Boušková und Miroslav Vilímec, Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie, glänzen mit Mozart, Dvořák, Vilímec und Saint-Saëns.

Die Streichquartetttradition setzen das junge, geniale Diogenes und das in Wurz bereits umjubelte Schweizer casalQuartett fort.

Zum 250. Todestag von Telemann spielt das Goldberg Ensemble Berlin dessen Cembalo-Fantasien auf Flöte, Klarinette, Viola und Violoncello.

Ganz im Gegensatz dazu steht Passo Avanti mit seiner „feinsten Mischung“ aus klassischer Musik, Jazz, Gypsy und Klezmer.

Herb, vollmundig, knackig und g’schmackig präsentiert sich das österreichische Damenblechbläserquintett Brassessoires.

Mit unbändiger Spielleidenschaft lässt das Ensemble Exprompt, Petrosawodsk, auf Bajan, Balalaika und Domra die russische Seele bei „Glocken und Glöckchen“ erklingen.

Das venezianische Ensemble Opera Tango mit einem argentinischen Tanzpaar lassen die Liebhaber des argentinischen Tango dahinschmelzen und animieren sie, selbst zu tanzen.

Einen Genuss für Augen und Ohren versprechen die in historischen Kostümen bei Kerzenschein aufgeführten höfischen Konzerte im Marstall: I Musici della Serenissima mit einem galanten venezianischen Programm und Rossinis einzigartigem „Duetto dei Gatti“ sowie ein Serenadenkonzert „Eine kleine Nachtmusik“ mit den Chursächsischen Streichersolisten.

Begleitet werden die Konzerte mit einer Ausstellung „Musikinspirierte Malerei“ von Karsten Mittag und Fotos aus 30 Jahren WURZER SOMMERKONZERTE.

Traditionsgemäß hat das Publikum am Samstag nach den Konzerten beim Buffet Gelegenheit zur direkten Begegnung mit den Musikern.

Hauptanliegen der WURZER SOMMERKONZERTE war der Brückenschlag zwischen Ost und West in dem damals geteilten Europa über die Musik nach dem Motto: „Musik kennt keine Grenzen“. Bis heute leisten die WURZER SOMMERKONZERTE einen Beitrag zur Verständigung und Toleranz in einem zusammen wachsenden Europa. Musiker aus Osteuropa (Polen, Russland, Weißrussland, Tschechoslowakei, Litauen, Lettland, Estland, Kroatien, Ungarn, Georgien, Rumänien, Slowenien, Serbien, Bulgarien) erhalten die Möglichkeit, in Wurz ein Konzert zu geben und auch die Musik ihrer einheimischen Komponisten, die in Westeuropa zum Teil noch wenig bekannt waren, zu präsentieren (z.B. Moniuszko, Glasunow, Burlas, Zelenka, Kramas, Mysliveček, Rekasius, Balakauskas, Čiurlionis, Farkas, Pärt u. a.). Auch Ensembles, die auf bei uns wenig bekannten Instrumenten musizieren (z. B. Balalaika, Domra, Bajan, Kontrabaß-Balalaika) werden nach Wurz eingeladen.

Die WURZER SOMMERKONZERTE finden alljährlich von Ende Juli bis Anfang September jeweils an den Wochenenden statt. Sie sind als Open-Air-Veranstaltungen geplant und finden bei schönem Wetter im Innenhof des historischen Pfarrhofs statt, bei schlechtem Wetter im ehemaligen Marstall.

Die Programme sind abwechslungsreich und sprechen mit unterschiedlichen Besetzungen vom Bläserensemble über das Streichquartett bis zum Kammerorchester, aber auch mit Solisten, Chören, Musiktheateraufführungen und Lesungen, ein breites Publikum an. Sie konzentrieren sich auf die Aufführung von Kammermusik.

Inzwischen sind die WURZER SOMMERKONZERTE zu einem Publikumsmagneten geworden, der aus dem Kulturleben der Oberpfalz nicht mehr wegzudenken ist. Hier in den kleinen Dorf Wurz, das fast in der Mitte Europas liegt, ist es in nächster Nähe zu Osteuropa gelungen, ein internationales Forum für Musik zu schaffen, wo sich Musiker und Zuhörer aus ost-, west- und mitteleuropäischen Ländern begegnen. Nach den Konzerten hat das interessierte Publikum die Möglichkeit, sich mit den Musikern auszutauschen – nicht nur über die kulturelle, sondern auch über die allgemeine, wirtschaftliche und politische Situation der einzelnen Länder.

Die WURZER SOMMERKONZERTE ziehen Gäste und Urlauber aus allen Regionen Deutschlands und dem europäischen Ausland an. Eingebettet in die traumhafte oberpfälzische Landschaft, laden die WURZER SOMMERKONZERTE dazu ein, den Aufenthalt zu einem Gesamterlebnis aus Natur und Kultur werden zu lassen.

(Selbstdarstellung Wurzer Sommerkonzerte)


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