> > > > > Biografie
Dienstag, 17. September 2019

Thomas Hampson, Photo by Simon Fowler

Thomas Hampson im Portrait

Biografie


Seine ungewöhnliche künstlerische Vielseitigkeit und die innovative Gestaltungskraft in einem Programm haben Thomas Hampson zu Amerikas führendem Bariton und meist gefragten Sänger seiner Generation gemacht. Opern-und Konzertbühnen, das Aufnahmestudio ? das sind die Stätten seines weltweiten Wirkens.

Er bereichert seine Tätigkeit durch musikwissenschaftliche und pädagogische Arbeit. In Spokane im Staat Washington wurde Thomas Hampson geboren, Sr. Marietta Coyle, Elisabeth Schwarzkopf, Martin Singher und Horst Günther waren seine Gesangslehrer und legten das Fundament für seine internationale Karriere.

Thomas Hampsons Opernpartien umspannen ein außergewöhnlich breites Repertoire. Es reicht von Monteverdi über Puccini, Rossini und Verdi bis zu Britten und Henze. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen Titelrollen in Rossinis ?Guillaume Tell? (Wien), Tschaikowskis ?Eugen Onegin? (Wien, Paris), Massenets ?Werther? in der kaum gehörten Baritonfassung (New York), Busonis ?Doktor Faustus? (Salzburg, New York), ?Hamlet? von Ambroise Thomas (Paris, Toulouse, San Francisco) sowie Verdis ?Macbeth? (Zürich). Weitere Rollen, die Thomas Hampson verkörpert, sind der Germont in ?La Traviata? (Zürich, New York), Wolfram in ?Tannhäuser? (Zürich), Marquis de Posa in ?Don Carlos? (Paris, London, New York) und Orest in ?Iphigenie en Tauride? (Salzburg) und Amfortas im ?Parsifal? (Paris).

Als Konzertsänger ist Thomas Hampson vor allem wegen seiner hohen Musikalität und der feinfühligen Interpretationen gefragt. Die bedeutendsten Dirigenten der heutigen Zeit schätzen ihn deswegen. Eine besondere Herausforderung sieht Thomas Hampson darin, anregende und intelligente Liederabendprogramme vorzulegen, die zum Teil auf seiner eigenen musikwissenschaftlichen Forschungsarbeit basieren; als Solist im Dialog mit hervorragenden Klavierpartnern will er die sprachlich reiche und stilistische Vielfalt des Liederrepertoires aufzeigen. Sein besonderes Interesse am Lied fand 1996/1997 in zwei multi-medialen Projekten Ausdruck: VOICES FROM THE HEART, einer Dokumentation über das Musikschaffen Stephen Fosters (hr, Arte) und I HEAR AMERICA SINGING, die Aufsehen erregende Aufarbeitung der vielschichtigen Entwicklung des amerikanischen Liedes für das amerikanische WNET "Great Performances". Fortgesetzt wurde diese Arbeit in der äußerst erfolgreichen Konzertreihe THE HAMPSON PROJECT - I HEAR AMERICA SINGING bei den Salzburger Festspielen 2001. Der Bariton präsentierte Liedvertonungen amerikanischer Lyrik zusammen mit Partnern wie Barbara Bonney, Susan Graham, Wolfram Rieger und Dennis Russel Davis.

Hampsons umfangreiche Diskographie weist Einspielungen bei allen großen Plattenlabels auf. Beinahe alle seine Aufnahmen wurden von der Schallplattenindustrie ausgezeichnet. Dazu kommen zahlreiche weitere Anerkennungen der hervorragenden Leistungen von Thomas Hampson (u.a. Goldene Medaille der Internationalen-Gustav-Mahler-Gesellschaft, mehrmalige Ernennung zum ?Sänger des Jahres? durch Classical Music Awards, Musical America und EMI, Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, je ein Ehrendoktorat am Withworth College und am San Francisco Conservatory of Music, Ernennung zum ?Kammersänger? der Wiener Staatsoper). Nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Massenets ?Thais? (Decca), erschien Ende März 2001 anlässlich des Verdi-Gedenkjahres bei EMI eine CD mit frühen Opernarien von Giuseppe Verdi. Im gleichen Jahr erschien sowohl eine Aufnahme mit Puccinis ?Missa di Gloria? ( London Symphony Orchestra), als auch Verdis ?Aida? zusammen mit den Wiener Philharmonikern unter Nikolaus Harnoncourt (Teldec). In der letzten Veröffentlichung des Jahres 2001 ist Thomas Hampson als Ford in Verdis Falstaff zu hören, diese Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado (Deutsche Grammophone) erhielt einen Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2001. In diesem Jahr erschienen bisher Werke von Charles Ives mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Charles Ives (BMG) ebenso wie Wagners ?Tannhäuser? mit der Staatskapelle Berlin unter Leitung Daniel Barenboims (Teldec). Für den Sommer plant EMI die Veröffentlichung von Verdis ?Il Trovatore?.



Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (8/2019) herunterladen (3670 KByte) Class aktuell (3/2019) herunterladen (8670 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Reizenstein: Serenade op. 29a in F - Allegro ma non troppo

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 4442 im Portrait Musik ohne Grenzen
Programme abseits der Konventionen beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links