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Montag, 18. November 2019

Herbert Blomstedt, Foto: eMusici GmbH

Herbert Blomstedt im Portrait

Biografie


Herbert Blomstedt, in den USA als Sohn schwedischer Eltern geboren, erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm und an der Universität Uppsala. Später studierte er Dirigieren an der Juilliard School of Music in New York, zeitgenössische Musik in Darmstadt sowie Renaissance- und Barockmusik an der Schola Cantorum in Basel und arbeitete unter Igor Markevich in Salzburg und Leonard Bernstein in Tanglewood.

Im Februar 1954 debütierte Herbert Blomstedt als Dirigent mit dem Stockholmer Philharmonischen Orchester und leitete später als Chefdirigent so bedeutende skandinavische Orchester wie das Osloer Philharmonische Orchester und das Dänische und Schwedische Radio-Sinfonieorchester, letzteres bis 1983. Von 1975 bis 1985 war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, mit der er neben verschiedenen europäischen Ländern auch die USA und Japan bereiste.

Als Gastdirigent arbeitete Herbert Blomstedt u.a. mit den Berliner und Münchner Philharmonikern, den Bamberger und Wiener Symphonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem London Philharmonic, dem Chicago und dem Boston Symphony Orchestra, dem New York und dem Los Angeles Philharmonic sowie dem Israel Philharmonic Orchestra. Das NHK Symphony Orchestra ernannte ihn zum Ehrendirigenten.

Nach einer Serie erfolgreicher Konzerte mit dem San Francisco Symphony Orchestra wählte man Herbert Blomstedt ab der Saison 85/86 zum 'Music Director' des renommierten Orchesters. Mit diesem Orchester bereiste Herbert Blomstedt mehrmals so namhafte Konzert- und Festivalstädte wie Edinburgh, Salzburg, München und Luzern und erhielt ein fulminantes Presse-Echo. In den Jahren 1990, 1993 und 1995 fanden mit größtem Erfolg Tourneen in die Metropolen Europas statt. Nach zehn Jahren beendete Herbert Blomstedt im Juni 1995 seine erfolgreiche Tätigkeit in San Francisco, ist dem Orchester aber immer noch als Ehrendirigent verbunden. Von 1996 bis 1998 wirkte er als Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg. Von Beginn der Spielzeit 1998/1999 bis zum Ende der Saison 2004/2005 leitete Herbert Blomstedt als 18. Gewandhauskapellmeister das Gewandhausorchester Leipzig und bleibt diesem auch weiterhin als Ehrendirigent verbunden. Außerdem übernimmt er zahlreiche Gastdirigate bei weltweit renommierten Orchestern.

Herbert Blomstedt nahm mit der Staatskapelle Dresden über 130 Werke auf Schallplatte auf, darunter alle Sinfonien von Beethoven und Schubert, sowie mit dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester sämtliche Orchesterwerke von Carl Nielsen. 1987 schlossen er und das San Francisco Symphony Orchestra einen Exklusivvertrag mit der DECCA ab, der zu zahlreichen preisgekrönten und beispielhaften Aufnahmen führte, inklusive aller Sinfonien von Jean Sibelius und Carl Nielsen. Die Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester wurde ebenfalls von DECCA dokumentiert.

Herbert Blomstedt ist ein gewähltes Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie und mehrfacher Ehrendoktor. Im Herbst 2003 erhielt er aus der Hand von Bundespräsident Johannes Rau das "Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland".



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