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Freitag, 22. Februar 2019

Julia Fischer, Photo: midemclassicalawards.com

Julia Fischer im Portrait

Biografie


Julia Fischer wurde 1983 in München als Tochter deutsch-slowakischer Eltern geboren. Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie mit vier Jahren. Wenig später begann sie auch mit dem Klavierspiel, unterrichtet von ihrer Mutter Viera Fischer, selbst Pianistin, und Professor Ansgar Janke. Zwei Jahre später wechselte sie an das Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg, wo sie von Lydia Dubrowskaya im Fach Violine unterrichtet wurde. Bereits im Alter von acht Jahren gab sie ihr erstes Konzert mit Orchesterbegleitung. Ein Jahr später folgte dann ihr Studium an der Musikhochschule München, wo sie bei Ana Chumachenco studierte.

Ein entscheidender Punkt ihrer rasanten Karriere war der Gewinn des internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs 1995. Ein Jahr später gewann sie den 8. Eurovisionswettbewerb für junge Instrumentalisten. Seither musiziert Julia Fischer mit vielen namhaften Dirigenten und führenden Orchestern weltweit.

Zu den Orchestern, bei denen sie gastierte, gehören u.a. das New York Philharmonic Orchestra, das Philadelphia Orchestra, das Boston, Baltimore und das Seattle Symphony Orchestra, die Wiener Symphoniker, die Sankt Petersburger Philharmoniker, das RAI Turino, das Russische Nationalorchester, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die Junge Deutsche Philharmonie, die Sächsische Staatskapelle Dresden und die Münchner Philharmoniker. Zudem unternahm Fischer Tourneen mit dem Gewandhausorchester, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Royal Philharmonic Orchestra, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Neben diesen Tätigkeiten ist die Violistin auch eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen u.a. Jean-Yves Thibaudet und Daniel Müller-Schott. Jährlich gibt sie zwischen 70 und 80 Konzerte mit ungefähr fünfzig Programmen. Ihr Repertoire umfasst neben über 40 Werken mit Orchesterbegleitung auch etwa 60 Werke der Kammermusik.

Zu Beginn ihrer Ausbildung spielte Julia Fischer gleichrangig Violine und Klavier. Ihr für lange Zeit letztes Konzert als Pianistin gab sie an ihrem zwölften Geburtstag. In einem Neujahrskonzert 2008 in Frankfurt am Main gab sie ihr offizielles Debut als Pianistin. Unter der Leitung von Matthias Pintscher spielte sie, begleitet von der Jungen Deutschen Philharmonie, erst das Violinkonzert Nr. 3 in h-Moll von Camille Saint-Saëns und dann das Klavierkonzert a-Moll von Edvard Grieg. Sie wiederholte ihren Doppelauftritt am 4. Januar 2008 in Sankt Petersburg.

Seit Oktober 2006 ist Fischer Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, womit sie derzeit die jüngste Professorin an einer deutschen Hochschule ist. 2007 erhielt sie den Gramophone Award als Artist of the Year.



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