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Montag, 17. Juni 2019

Isabelle Faust, Alvaro Yanez

Isabelle Faust im Portrait

Biografie


Sehr früh errang Isabelle Faust nach ihrer Ausbildung bei Christoph Poppen und Dènes Zsigmondy internationale Anerkennung: 1987 gewann sie den Leopold Mozart Wettbewerb in Augsburg und 1993 den Premio Paganini in Genua.

1997 wurde sie mit dem begehrten Grammophone Award "Young Artist of the Year" ausgezeichnet.

Unter den zahlreichen Orchestern in Europa und Übersee, mit denen die junge Geigerin regelmässig konzertiert, sind die Münchner Philharmoniker, das Orchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestre de Paris, das London Philharmonic Orchestra, das City of Birmingham Orchestra; das Tokyo Metropolitan Orchestra. Seit Beginn ihrer Karriere arbeitet sie mit renommierten Dirigenten wie Sir Yehudi Menuhin, Michael Gielen, Marek Janowski, Mariss Janssons, Paavo Berglund, Gary Bertini, Ingo Metzmacher und Marko Letonja, unter dessen Leitung sie 2004 mit den Münchner Philharmonikern die deutsche Erstaufführung des Violinkonzerts von André Jolivet spielte.

Isabelle Faust gehört zu der Generation junger Musiker, die sich nicht auf einzelne Epochen wie Barock, Klassik und Moderne beschränkt - sie spielt die ganze Bandbreite der Violinliteratur. Mit dem gleichen Engagement, mit dem sie Beethovens Tripel - Konzert mit Andreas Staier und Concerto Köln aufführt, setzt sie sich für zeitgenössisches Repertoire wie Werke von Morton Feldman, György Ligeti, André Jolivet, Michael Beyer ein. Die Reihe der Uraufführungen, die mit dem Violinkonzert von Werner Egk und den ihr gewidmeten Kompositionen von Jörg Widmann begann, wird mit den Konzerten von Thierry Lancinot und Manfred Trojahn fortgesetzt.

Ebenso wichtig wie die solistischen Auftritte ist für Isabelle Faust die Kammermusik, die sie in zahlreichen Festivals und regelmässigen Recital-Tourneen spielt. Ob im Duo oder in grösserer Besetzung, immer wieder begegnet sie dabei lieb gewonnenen Partnern wie Florent Boffard, Alexander Melnikov, Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann, Steven Isserlis, Ewa Kupiec, Dènes Varjon oder Clemens Hagen.

Ihre Einspielungen umfassen Kammermusik und solistische Literatur von Bach bis zur Neuen Musik: die Violinkonzerte von Joseph Haydn und J.S. Bach, das Gesamtwerk für Violine und Klavier von Béla Bartòk und Gabriel Fauré, die Sonaten von R. Schumann. Ihre Aufnahme mit Werken von Lutoslawski, Szymanowski und Janacek wurde von der New York Times als eine der "Best Classical CDs of 2003" gefeiert. Das "Concerto Funèbre" von K.A.Hartmann erhielt den "Cannes Classical Award" 2002. 2004 erschienen Duos für Violine und Viola des Beethoven-Zeitgenossen Alessandro Rolla und das Violinkonzert von A. Dvòrak mit Philharmonia Prag unter der Leitung von Jiri Belohlàvek.

Seit Herbst 2004 unterrichtet Isabelle Faust an der Universität der Künste Berlin.

Isabelle Faust spielt die "Dornröschen" Stradivari aus dem Jahre 1704.



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