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Montag, 20. November 2017

Daniel Hope, Photo: Marco Borggreve

Daniel Hope im Portrait

Biografie


Der 1974 im südafrikanischen Durban geborene Daniel Hope gehört momentan zu den erfolgreichsten Geigern Großbritanniens. Der Boston Globe hält ihn sogar für den bedeutendsten britischen Streichmusiker seit Jacqueline du Pré. Das einstmalige Wunderkind erhielt schon im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht bei der anerkannten Instrumentalpädagogin Sheila Nelson.
Nachdem seine Eltern von Paris nach England gezogen waren, studierte er an der Royal Academy of Music bei Zakhar Bron, der auch Maxim Vengerov und Vadim Repin ausbildete. Mit zehn Jahren hatte er seinen ersten Fernsehauftritt gemeinsam mit dem bekannten Kontrabassisten Gary Karr, dem kurze Zeit später ein Konzert mit Yehudi Menuhin folgte. Sein Studium schloss er 1996 an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung ab.
Von 2002 bis 2008 bildete Hope zusammen mit dem Pianisten Menahem Pressler und dem Cellisten Antonio Meneses das Beaux Arts Trio. Neben der Verleihung des Classical Brit Award und des Deutschen Schallplattenpreises wurde Hope mehrfach mit einem Echo-Klassik ausgezeichnet. Seit 2004 steht er bei der Deutschen Grammophon exklusiv unter Vertrag.
Hopes Projekte und Tätigkeiten sind vielseitig. Die Violinwerke Alfred Schnittkes nehmen in Hopes Repertoire eine besondere Stellung ein. Aufgrund seiner großen Begeisterung nahm er Kontakt zu dem Komponisten auf, woraus sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelte. Hope gilt heute als einer der fähigsten Violin-Interpreten des 1998 verstorbenen Schnittke. So hat er 2003 eine neu entdeckte Violinsonate von Alfred Schnittke uraufgeführt.
Neben dem Spiel der großen Orchesterliteratur verfolgt er immer wieder verschiedene, teils sehr experimentelle Projekte. So beschäftigte er sich beispielsweise eingehend mit indischer Musik und trug maßgeblich zur Wiederentdeckung des so genannten Luthéals, eines um mehrere Register erweiterten Flügels, bei. Die Alben Hopes sind meist von einem übergeordneten Thema durchzogen. So setzte er sich bei einer Produktion mit musikalischer Zensur auseinander, während er sich in einem anderen mit dem Verhältnis von Musik und Krieg beschäftigte.
Mit der Berliner Autorin Susanne Schädlich hat Hope das Buch "Familienstücke" verfasst, darüber hinaus hat er mit zeitgenössischen Komponisten wie György Kurtág, Sofia Gubaidulina, Krzysztof Penderecki, Mark-Anthony Turnage, HK Gruber und Toru Takemitsu zusammengearbeitet. In den USA wirkt Hope seit 2004 als Stellvertretender Künstlerischer Direktor beim Savannah Music Festival in Georgia. Nicht zuletzt aber konzertiert er als Violinist weltweit mit den bekanntesten Dirigenten und Orchestern.
Daniel Hope spielte mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Staatskapelle Dresden, dem Royal Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra, dem Wiener Kammerorchester und vielen anderen. Er arbeitete mit Dirigenten wie Mstislav Rostropovich, Kent Nagano, Rafael Frühbeck de Burgos, Eliahu Inbal, Vladimir Fedosseyev, Thomas Hengelbrock, Alexander Lazarev, Richard Hickox und Jiri Belohlavek.



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