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Freitag, 26. Februar 2021

Philippe Herreweghe, Photo: Eric Larrayadieu

Philippe Herreweghe im Portrait

Biografie


Philippe Herreweghe wurde am 2. Mai 1947 in Gent geboren. Er absoliverte sein Abitur an einem Jesuitenkolleg. Neben seinem Klavierstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt absolvierter der belgische Dirigent außerdem ein Studium der Medizin und Psychiatrie. 1970 gründete er das Collegium Vocale, wodurch Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt auf ihn aufmerksam wurden und ihn einluden, bei der Gesamteinspielung von Bachs Kantatenwerk mitzuwirken.

Herreweghe hat mehrere Ensembles mit wechselnder Besetzung gegründet, unter anderem das Collegium Vocale, das im Jahr 2020 sein 50-jähriges Bestehen feierte und das Chapelle Royal. Beide Chöre haben zahlreiche Male mit dem Orchestre des Champs-Élysée zusammengearbeitet. Er hat mit seinen Ensembles bei dem Plattenlabel harmonia mundi über 60 Einspielungen aufgenommen.

Häufig wird Philippe Herreweghe auch als Gastdirigent verpflichtet, so unter anderem für das Orchester des Concertgebouw Amsterdam, für das Mahler Chamber Orchestra, für das Philharmonische Orchester Rotterdam, für das Königliche Philharmonische Orchester Flanderns und für das Sinfonieorchester Stavanger.

Von 1982 bis 2002 war er der künstlerische Leiter des Festival de Saintes, 1990 war er Personnalité Musicale, 1991 Musicien Européen, 1993 war er mit dem Collegium Vocale der Kulturbotschafter Flanderns. 1994 ernannte man ihn zum Officier des Arts et Lettres, 1997 zum Ehrendoktor der Universität Löwen und 2003 zum Ritter der französischen Ehrenlegion. Im gleichen Jahr wurde Philippe Herreweghe vom belgischen König in den Adelsstand berufen.

Seit 2008 ist Herreweghe ständiger Gastdirigent der niederländischen Radio Kammerphilharmonie. Seit 2009 arbeitet der Dirgient mit seinem Ensemble Collegium Vocale Gent an der Entwicklung eines großen sinfonischen Chores auf europäischer Ebene auf Einladung der rennommierten Accademia Chigiana in Siena. 2010 gründete Herreweghe sein eigenes CD-Label "PHI", das Gustav Mahlers 4. Sinfonie als erste Aufnahme hervorbrachte. Im gleichen Jahr wurde ihm von der Stadt Leipzig die Bach-Medaille für seinen großen Verdienst als Interpret Bachs verliehen.



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