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Montag, 20. November 2017

Franz von Suppé

Franz von Suppé im Portrait

Biografie


Franz von Suppé entstammt einer ursprünglich belgischen Familie, die jedoch mindestens zwei Generationen vor seiner Geburt erst nach Italien, dann nach Spalato (heute Split) ausgewanderte. Sein voller Name lautet eigentlich Francesco Ezechiele Ermenegildo Cavaliere Suppé Demelli. Seine unzweifelhafte Begabung erkannte sein Vater früh, ohne darüber besonders glücklich zu sein; so weigerte er sich jahrelang, seinem Sohn geregelten Flötenunterricht zu ermöglichen. Franz indes komponierte bereits im Alter von 13 Jahren eine Messe (Missa Dalmatica), die er 40 Jahre später veröffentlichte. Auf das Drängen seines Vaters hin nahm er zunächst ein Jurastudium in Padua auf. Doch war seine Affinität zur Musik zu stark: Ständig zog es ihn nach Mailand, wo er bereits in jungen Jahren die Bekanntschaft Rossinis und Verdis machte. Nach dem Tode seines Vaters ging von Suppé 1835 nach Wien und studierte nun Musik. Seine Stelle als Kapellmeister am Theater in der Josefstadt nach dem Abschluss war nur die erste von vielen Posten, die er in den nächsten 40 Jahren besetzen sollte. Sein Aufgabengebiet umfasste hier außer dem Dirigieren auch das Komponieren von Ouvertüren, Begleitmusiken oder Liedern für dortige Produktionen. Nachdem ihn 1845 das Theater an der Wien in die Musikmetropole geholt hatte, lernte er Albert Lortzing kennen, mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verband.

Bekannt ist Franz von Suppé heute jedoch vor allem für seine Operetten, deren erste, Das Pensionat, er 1860 komponierte, als die Form der Operette noch sehr jung war. Er verfeinerte und prägte sie mit Werken wie Die schöne Galathee, bis er 1879 mit Boccaccio den Höhepunkt seiner Karriere erreichte. Finanziell hatte er nun ausgesorgt - fast möchte man sagen ‚leider', denn zweifelsohne ließ ab diesem Zeitpunkt seine schöpferische Kraft nach. Zwar entsprangen seiner Feder auch danach noch einige Operetten, darunter Die Afrikareise (1883), ihnen wird jedoch nicht mehr die gleiche Qualität zugestanden wie früheren Werken. Franz von Suppé starb am 21. Mai 1895 nach langer Krankheit in Wien.



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