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Samstag, 21. Juli 2018

Josef Suk

Josef Suk im Portrait

Biografie


Er war Antonin Dvoraks verheißungsvollster Schüler. Josef Suk, tschechischer Geiger und Komponist, wurde am 4. Januar 1874 im tschechischen Krecovice als Sohn einer Musikerfamilie auf dem Land geboren.
Sein großes Talent als Geiger brachte ihn 1891 an das Prager Konservatorium, wo er Violine studierte und 1892 zusammen mit drei Kommilitonen das später weltberühmte Tschechische Streichquartett gründete. Ihm gehörte er als zweiter Geiger über vierzig Jahre lang an. Sein Kompositionsstudium nahm er bei Antonin Dvorak ebenfalls in Prag auf. Mit Dvorak entstand im Laufe der Ausbildung eine intensive Freundschaft, die ihn auch mit dessen Tochter Otylka zusammenbrachte. Diese heiratete er kurze Zeit später.
Mit dem Quartett reiste Suk durch ganz Europa und war lange Zeit von Familie und Freunden getrennt. Die Reisen nutzte er auch zum intensiven Komponieren. Sind seine frühen Werke noch denen Dvoraks in Struktur, Harmonik und Melodieentwicklung sehr ähnlich, so fand Suk mit wachsendem Alter zu einem eigenen Stil. Dabei entstanden vor allem monumentale sinfonische Werke, die meist lyrischer, fast meditativer Natur sind und nur gelegentlich dramatische Höhepunkte erreichen. Stellvertretend seien hier die Sinfonie Asrael von 1907, in der er den Tod seiner Frau und Dvoraks verarbeitete, und die sinfonische Dichtung Ein Sommermärchen genannt. Sein musikalisches Spätwerk nimmt vermehrt moderne Züge an. Er löste sich zusehends vom primär harmonischen, spätromantischen Kompositionsstil, ohne ihn aber gänzlich aufzugeben. Es entstehen verschiedene kammermusikalische Werke für Streichquartett, Klavier, Geige und auch kleine Chorwerke. Für die Olympischen Spiele in Los Angelas 1932 komponierte Suk einen Marsch für Frieden, Freiheit und Demokratie.
Zeit seines Lebens war Suk ein politisch engagierter Künstler, der als Gegner der Monarchie Anhänger einer demokratischen tschechischen Republik war. Er wurde 1922 Professor für Komposition und Violine am Prager Konservatorium und stand dieser Einrichtung bis zu seinem Tod am 29. Mai 1935 als Rektor vor.



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