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Dienstag, 18. September 2018

Albert Lortzing

Albert Lortzing im Portrait

Biografie


Die Kindheit Albert Lortzings lässt sich in zwei relativ klar abtrennbare Teile aufspalten: Die ersten elf Jahre nach seiner Geburt am 23.Oktober 1801 verlebte er wohlbehütet und gutbürgerlich in Berlin. 1812 mußte sein Vater Johann Gottlob sein Geschäft aufgeben, und plötzlich reiste der junge Albert mit seinen nun schauspielenden Eltern durch unzählige Städte Preußens. Mit achtzehn Jahren stand auch er auf der Bühne; er übernahm meistens die Rolle des jugendlichen Liebhabers oder sang in Opern. Dass Lortzing dann auch eine Schauspielerin heiratete -die zwei Jahre ältere Rosina Ahles -, überrascht da nicht weiter. Obwohl er stets mit Frau und Eltern unterwegs war, komponierte er nebenbei bereits Singspiele wie Ali Pascha von Janina (1823) oder Der Pole und sein Kind (1832). Ab 1833 war das Paar hauptsächlich in Leipzig engagiert, wo Lortzing die Oper für sich entdeckte. Er konnte bei ihrer Gestaltung stets auf seine eigene schauspielerische Erfahrung zählen. Mit seiner 1837 uraufgeführten komischen Oper Die beiden Schützen begann eine Zeit, in der Lortzing sich erstmals für die Musik mehr engagierte als für das Theater. Ebenfalls 1837 wurde Lortzings wohl berühmteste Oper uraufgeführt: Zar und Zimmermann. In den nächsten Jahren folgten vier weitere Opern, darunter die bekannten Werke Hans Sachs und Der Wildschütz. Als sein Arbeitsverhältnis als Schauspieler am Leipziger Stadttheater zu enden drohte, ernannte man ihn nun kurzerhand zum Kapellmeister an dem selbem. Es sollte seine letzte längere Anstellung sein. Zwar bekam Lortzing noch mehrmals - in Wien und in Berlin - die Gelegenheit, seine eigenen Opern aufzuführen, doch stieg sein Schuldenberg konstant mit seiner Frustration. Am 20. Januar 1851 erfuhr seine letzte Oper Die Opernprobe in Frankfurt am Main ihre Uraufführung. Lortzing lag indes todkrank im Bett und konnte seinen Arzt nicht bezahlen. Er starb am darauffolgenden Tag.



"Ich hungere noch nicht mit den Meinigen, und so lange der deutsche Komponist, wenn er nebenbei noch Renommee hat, das noch von sich sagen kann, ist er immer noch zu preisen und muss er sein Vaterland immer noch hochschätzen."
 

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