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Donnerstag, 19. April 2018

Iván Fischer, Photo: Anna Meuer

Iván Fischer im Portrait

Biografie


Der ungarische Dirigent Iván Fischer wurde am 20.Januar 1951 in Budapest geboren. Zunächst bekam Fischer Klavier- und Geigenunterricht und wechselte anschließend zum Cello. Nach einem Kompositionsstudium in Budapest erhielt er sein Diplom in der Dirigierklasse bei Hans Swarowsky an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien wo er ebenfalls Cello und Alte Musik studierte. Neben seinem Studium war Fischer Assistent bei Nikolaus Harnoncourt.

Fischers Erfolg als Dirigent wurde 1976 in London eingeleitet, wo er den Rupert Foundation Wettbewerb gewonnen hat. Von da an wurde er von zahlreichen britischen Orchestern eingeladen und war regelmäßig Gastdirigent beim BBC Symphony und London Symphony Orchestra. 1983 debütierte er in Amerika mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra. Im Anschluss daran kehrte Fischer nach Ungarn zurück und gründete das Budapest Festival-Orchestra.

Der Klangkörper wurde zu zahlreichen Musikfestivals eingeladen, zum Beispiel nach Salzburg, Edinburgh, Luzern und zu den London Proms. In Budapest war Fischer über zwanzig Jahre lang Musikdirektor. In dieser Zeit führte Fischer neue Konzertformen ein. Seine „cocoa-Konzerte“ für kleine Kinder, seine „public matinées“, an denen er über die Werke referierte, seine „geheimen Konzerte“, ohne ein angekündigtes Programm und seine Open-Air-Konzerte auf dem Hero's Spuare.

1995 unterzeichnete Fischer einen Exklusivvertrag mit der Plattenfirma Philips Classics. Im Jahre 2004 wechselte Fischer zu Channel Classics.

Fischer tritt regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestre de Paris, den Münchner Philharmonikern und dem Israel Philharmonic Orchestra auf. Über sieben Jahre hatte Fischer die Position des ersten Gastdirigenten des Cincinnati Symphony Orchestra inne. Von 2000 bis 2003 war er Musikdirektor der Opera National de Lyon. Die Lyon-Produktion von Ariadne aux Naxos erhielt den Preis „der besten regionalen Opernproduktion des Jahres“ verliehen durch die Association of French Music Critics. Als Gastdirigent hat er Produktionen an der Wiener Staatsoper, in Zürich, London, Paris, Brüssel, Stockholm und Budapest geleitet.

Fischer ist Mitbegründer der ungarischen Gustav-Mahler Gesellschaft und Patron der Britischen Kodaly Akademie. Er erhielt den Golden Medal Award vom Präsidenten der Republik Ungarn und den Crystal Award des World Economic Forums für seine Bemühungen um internationale kulturelle Beziehungen.



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