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Montag, 25. Juni 2018

Hugo Wolf

Hugo Wolf im Portrait

Biografie


Im Zusammenhang mit dem Komponisten Hugo Wolf wird stets auf seine Liedkompositionen hingewiesen. Er ist bekannt für seine Vertonungen von Mörikes und Goethes Gedichten. Doch der Erfolg ließ lange auf sich warten. Obwohl er die besten Vorraussetzungen für eine musikalische Karriere mitbekam, fand er lange Zeit keine Anerkennung. Schon mit fünf Jahren erhielt der im März 1860 geborene Hugo Wolf von seinem Vater Unterricht im Klavier- und Violin-Spiel. Seine Begabung war offensichtlich, und so besuchte er 1875 das Wiener Konservatorium. Dort trat er jedoch ein Jahr später wieder aus und bildete sich autodidaktisch weiter. Aus dieser Zeit stammen seine ersten Kompositionen; 1875-78 schrieb er allein 50 Lieder. In den folgenden Jahren sprach Wolf bei etlichen großen Komponisten vor, stieß aber größtenteils auf Zurückweisung. Besonders die Ablehnung Johannes Brahms' traf ihn so hart, dass sich seine Verehrung in Feindseligkeit wandelte. Dies schlug sich in seiner Tätigkeit als Musikkritiker des Salonblatts in Wien nieder, die auf eine lange Zeit der finanziellen Unsicherheit folgte. So sehr er Wagner, Liszt und Bruckner lobte, so schonungslos verriß er Brahms in seinen Artikeln. 1888 kam dann endlich das Jahr, in dem er auch als Komponist Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit fand. Auslöser war das Erscheinen seiner ersten Liederhefte (Sechs Lieder für eine Frauenstimme und Sechs Gedichte) im Wiener Musikverlag Emanuel Wetzler. Die folgenden Jahre sind gekennzeichnet von außerordentlich produktiven Schaffensperioden, die sich mit tatenlosem Dahindämmern abwechselten. Er vertonte u. a. Gedichte Mörikes, Goethes, Heines und Kellers, schrieb das Italienische Liederbuch und komponierte 1895 die Oper Der Corregidor. Der schon seit längerer Zeit bedenkliche gesundheitliche Zustand Wolfs verschlechterte sich in seinen letzten Jahren enorm. Auf Halsentzündungen und Schlaflosigkeit folgten schwere geistige Verwirrungen, die 1898 in einem Selbstmordversuch und der Einweisung - auf eigenen Wunsch - in die Landesirrenanstalt Wien endeten. Hier starb Hugo Wolf am 22. Februar 1903.



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