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Sonntag, 22. April 2018

Christoph Spering, Emil Zander

Christoph Spering im Portrait

Biografie


Der Dirigent Christoph Spering, Experte für historische Aufführungspraxis, konzentriert seine künstlerische Arbeit und Forschung auf das Repertoire der Klassik und Romantik. Bereits in den 80er Jahren machte sich Spering, geboren 1959 in Köln, als einer der ersten Dirigenten mit Aufführungen von Werken des 18. und 19. Jahrhunderts im historischen Aufführungsstil einen Namen und schlug damit interpretatorisch einen innovativen Weg ein. Die Erstaufführung der von ihm wieder entdeckten Matthäuspassion von Bach in Mendelssohnscher Fassung im Théatre des Champs-Elysées in Paris legte den Grundstein für seinen internationalen Erfolg.

Mit der Gründung seiner eigenen Ensembles „Chorus Musicus Köln“ und „Das Neue Orchester“ entwickelte sich der Schwerpunkt seines Repertoires immer mehr zu den Gattungen Oper und Oratorium. Als Gastdirigent trat er in bedeutenden Musikmetropolen wie Paris, Amsterdam, Wien, Lissabon, Madrid, Luxemburg und Tel Aviv auf, wirkte neben zahlreichen konzertanten Opernaufführungen wie Schuberts „Die Verschworenen“ (Konzerthaus Wien) mit seinen Ensembles an den Opernproduktionen von Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ und „L'occasione fa il ladro“ bei den Dresdner Musikfestspielen, von Holzbauers „Il Figlio delle Selve“ in Montpellier und Kraus' „Proserpina“ in Schwetzingen mit. Ebenso gastierte Spering bei den Sinfonieorchestern in Halle, Lille, Tel Aviv, Vilnius, Granada, Antwerpen und Oslo und auch die Opernhäuser entwickelten Interesse an der historischen Aufführungspraxis, was zu Engagements am Theater Dortmund, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, an den Städtischen Bühnen Regensburg, Kiel, Rostock und Wuppertal sowie an den Opernhäuser von Catania und Tel Aviv führte. Auch beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und den Schwetzinger Festspielen wurde er geladen, interpretierte an der Philharmonie Essen mit dem Neuen Orchester erstmalig in einem Zyklus auf Originalinstrumentarium sämtliche Sinfonien Beethovens.

Im Jahr 2004 begann Spering in Köln eine eigene Reihe mit Gesprächskonzerten durchzuführen, in deren Rahmen er inzwischen alle Sinfonien Beethovens und Brahms’ moderiert und aufgeführt hat. Dabei verbindet er Hintergründe und Geheimnisse der Musikgeschichte durch anschauliche und unterhaltsame Vermittlung mit der Musik.



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