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Mittwoch, 18. Juli 2018

 NDR Sinfonieorchester Hamburg

NDR Sinfonieorchester Hamburg im Portrait

Biografie


Der Anfang kam unmittelbar nach dem Ende: Im Sommer 1945, als Deutschland in Trümmern lag, machte sich in Hamburg ein Offizier der britischen Besatzungsmacht zusammen mit dem deutschen Dirigenten Hans Schmidt-Isserstedt auf die Suche nach Musikern für ein neues Radio-Sinfonieorchester. Wenige Monate später fand das erste öffentliche Konzert des zunächst "Sinfonieorchester des Nordwestdeutschen Rundfunks" genannten Ensembles statt: "The old world's youngest major orchestra", wie eine amerikanische Zeitung später formulierte, war geboren. Schnell stieg es zu einem führenden Repräsentanten des deutschen Musiklebens nach dem Zweiten Weltkrieg auf und errang auf internationalen Gastspielreisen weltweites Ansehen.

Unter seinen Chefdirigenten Hans Schmidt-Isserstedt, Moshe Atzmon, Klaus Tennstedt, Günter Wand, John Eliot Gardiner und Herbert Blomstedt widmete sich das NDR-Sinfonieorchester intensiv der Pflege der großen klassischen und romantischen Literatur, machte sich aber zugleich einen Namen als Interpret zeitgenössischer Musik. Die Liste der Uraufführungen verzeichnet u.a. Namen wie Schönberg, Strawinsky, Nono, B.A. Zimmermann, Henze, Penderecki, Ligeti, Lachenmann und Bussotti. 1988 - 1992 war der polnische Komponist und Dirigent Krzystof Penderecki ständiger Gastdirigent des Orchesters. Zahlreiche seiner Werke wurden mit dem NDR Sinfonieorchester unter seiner Leitung erstaufgeführt bzw. liegen in Einspielungen auf CD vor.

Mit dem Namen des Orchesters eng verbunden ist Günter Wand, der 1982 die Chef-Position übernahm. Bis 1991 leitete Günter Wand die künstlerischen Geschicke des NDR Sinfonieorchesters, das ihn 1987 zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannte. Neben den Gesamteinspielungen der Sinfonien von Beethoven und Brahms sind vor allem seine Aufnahmen der Sinfonien Nr. 3-9 von Bruckner als Live-Mitschnitte aus der Hamburger Musikhalle von der internationalen Kritik begeistert aufgenommen worden. Günter Wand starb im Februar 2002 an seinem Wohnort in der Schweiz.

John Eliot Gardiner hatte von 1991 bis 1994 die Position des Chefdirigenten inne. Seit 1996 stand Herbert Blomstedt dem Orchester als Chefdirigent vor. Zur Saison 1998/99 kam Christoph Eschenbach, dessen Beziehungen zum NDR Sinfonieorchester lange zurückreichen, als neuer Orchesterchef nach Hamburg.

Neben seiner Arbeit für das Radio- und Fernsehprogramm des NDR gibt das NDR Sinfonieorchester Konzertreihen in Hamburg, Kiel, Lübeck und Bremen. Zahlreiche Konzertreisen führen es darüberhinaus auf die bedeutendsten Konzertpodien der Welt.



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