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Sonntag, 17. Februar 2019

 Ensemble Modern

Ensemble Modern im Portrait

Biografie


Das Ensemble Modern (EM) wurde 1980 gegründet und zählt zu den weltweit führenden Ensembles für Neue Musik. Seit 1985 ist es in Frankfurt am Main beheimatet. Das EM vereint 19 Solisten verschiedenster Herkunft: Argentinien, Australien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Japan und die Schweiz bilden den kulturellen Hintergrund dieser Formation. Ebenso international und vielseitig wie das Ensemblegefüge sind auch die daraus resultierenden Programme sowie die Konzerttätigkeit des EM. Diese umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und auch Orchesterkonzerte. Tourneen führten das EM bereits nach Russland, Südamerika, die USA, Japan, Australien, Indien, Korea und Taiwan. Regelmäßig tritt es bei renommierten Festival auf wie dem Lincoln Center Festival in New York, den Salzburger Festspielen, dem Festival d'Automne à Paris, dem Festival Ars Musica in Brüssel, dem Holland Festival in Amsterdam, dem Lucerne Festival oder den Berliner Festspielen.

Das EM gastiert auch in Deutschland an herausragenden Spielstätten. An der Alten Oper Frankfurt gibt es seit 1985 eine Abonnementreihe und in Kooperation mit der Oper Frankfurt finden regelmäßig Opernproduktionen sowie unter dem Titel "Happy New Ears" Werkstattkonzerte statt, innerhalb derer zentrale Werke der zeitgenössischen Musik vorgestellt und erläutert werden. Eine enge Zusammenarbeit verbindet das EM mit zahlreichen deutschen Veranstaltern, darunter besonders auch mit der Kölner Philharmonie, den Konzerthäusern Berlin und Dortmund, dem Berliner Hebbel-Theater und dem Festspielhaus Baden-Baden.

Eigens für die Aufführung großbesetzter Werke wurde 1998 das Ensemble Modern Orchestra (EMO) gegründet. Dieses widmet sich als erstes Orchester weltweit ausschließlich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Es arbeitet projektbezogen, d.h. um die Kernformation, die Solisten des EM gruppieren sich Spezialisten für Neue Musik und junge MusikerInnen aus aller Welt ein bis zwei Mal im Jahr und bilden das EMO.

Gemeinsam mit der GNM veranstaltet das EM seit 1996 das Nachwuchsforum für Komponisten, Instrumentalisten und Musikwissenschaftler. Die Arbeit mit jungen Instrumentalisten und Komponisten nimmt einen besonderen Stellenwert beim EM ein. Nachwuchstalente wie Enno Poppe, Vadim Karassikov, Sebastian Stier oder Johannes Maria Staud erhielten hier eine maßgebliche Förderung.

Zur Zeit entsteht als momentan und für die Zukunft wichtigstes Projekt die "Internationale Ensemble Modern Akademie" als ein Ort, an dem zeitgenössische Musik in vielfältigster Form entstehen, in Forschung und Lehre erarbeitet und dafür die musikalischen Erfahrungen und Kompetenzen des EM für die junge Generation fruchtbar gemacht werden sollen. Erste Kurse werden im Herbst 2003 stattfinden.

Die Gründung des basisdemokratisch organisierten EM geht auf eine Initiative von Studenten innerhalb des Bundesstudentenorchesters zurück, um Neue Musik zu fördern und angemessen aufzuführen. Schnell avancierte das "Ensemble modern der Jungen Deutschen Philharmonie" zum unabhängig agierenden Ensemble Modern (der Gesellschaft für Neue Musik) und wurde 1987 zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit den MusikerInnen als Gesellschaftern. Diese Rechtsform entspricht dem Anspruch des EM nicht nur künstlerische sondern insbesondere auch finanzielle Verantwortung zu tragen. Jeder bringt seine persönlichen Erfahrungen und Vorlieben in die Programmplanung ein, woraus eine einzigartige und unverwechselbare programmatische Bandbreite entsteht, die so unterschiedliche Komponisten wie Arnold Schönberg, Heiner Goebbels, George Benjamin und Fred Frith umfasst.

Jährlich gibt das EM ca. 100 Konzerte. In enger Zusammenarbeit mit den Komponisten, verbunden mit dem Anspruch nach größtmöglicher Authentizität, erarbeiten die Musiker jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch in der Aufführung deutscher Komponisten.

Das Projekt Contemporary Xchange, die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit indischen Musikern, wird im November mit einem Konzertwochenende im Haus der Kulturen der Welt in Berlin beschlossen. Nicht zuletzt steht 2003 im Zeichen des 10. Todestages von Frank Zappa: mit der Veröffentlichung der CD "Greggery Peccary & Other Persuasions" bei der BMG. Im Januar 2004 wird es erstmals zu einer Zusammenarbeit mit William Forsythe kommen. Ende April / Anfang Mai gestalten EM und EMO mit insgesamt fünf Konzerten ein "Nono-Festival" innerhalb der MusikTriennale Köln 2004. Weiter sind Uraufführungen von Werken der Komponisten Steve Reich und Benedict Mason geplant.

Das Ensemble Modern wird gefördert über die Deutsche Ensemble Akademie e.V. durch die Stadt Frankfurt, das Land Hessen, die Kulturstiftung der Länder aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, die GEMA-Stiftung und die GVL.



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