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Montag, 23. April 2018

Charles Gounod

Charles Gounod im Portrait

Biografie


Als Charles Gounod am 17. Juni 1818 in Paris geboren wurde, erwarteten ihn glänzende Voraussetzungen für eine künstlerische Laufbahn: Sein Vater - der im Louvre aufgewachsen war - wurde zu einem respektablen Maler; seine Mutter - selbst Klavierlehrerin - gab ihn alsbald in die Obhut des französischen Musiktheoretikers Anton Reicha. So studierte Gounod ab 1836 am Pariser Konservatorium. Kompositorisch musste er mit einigen Anlaufschwierigkeiten kämpfen, bis er 1839 mit seiner Kantate Fernand den angesehenen Rompreis gewann. Es folgten vier Jahre in Rom, in denen er nicht nur die Bekanntschaft Felix Mendelssohn-Bartholdys machte, sondern auch seine Liebe zur Kirchenmusik entdeckte. 1843 ließ sich Gounod als Organist und Kapellmeister in Paris nieder. Seine Affinität zum Geistlichen ging so weit, dass er für einige Monate sogar im Kloster wohnte. Dieses Leben jedoch ließ sich nicht mit der Kunst vereinbaren, und so verließ Gounod im Februar 1848 die Karmeliter (in seinen Memoiren schrieb er: ‚Nach einiger Zeit erkannte ich, dass es mir unmöglich sein würde, ohne meine Kunst zu leben, und so kehrte ich in die Welt zurück, das Leben verlassend, für das ich nicht gemacht war.') und wandte sich der Oper zu. Der Durchbruch gelang ihm 1859 mit der auf Goethes Faust basierenden Oper Margarethe, obwohl sie damals nicht unumstritten aufgenommen wurde. Anders sein späteres Werk Roméo et Juliette; es fand auch im Ausland schnell großen Anklang. Gounod schlug musikalisch keine radikal neuen Richtungen ein. Aber unter anderem ist ihm zu verdanken, dass die französische Oper im späten 19. Jahrhundert ihren Weg von der multinationalen Grand opéra zurück zu einem rein französischen Stil fand. Charles Gounod starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud bei Paris.



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