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Donnerstag, 18. April 2019

 Batzdorfer Hofkapelle

Batzdorfer Hofkapelle im Portrait

Biografie


Das idyllische Schloß Batzdorf, ein zwischen den Elbhängen bei Dresden gelegenes mittelalterliches Rittergut, ist der Ursprungs- und Inspirationsort der "Batzdorfer Hofkapelle". Schon in den achtziger Jahren bezogen Künstler und Restauratoren das vom Verfall bedrohte Gemäuer. Zusammen gründeten sie 1990 den Verein Schloß Batzdorf e.V. mit dem Ziel, das ehemalige Rittergut zu restaurieren und Wohnen, Arbeiten und Kulturveranstaltungen in dem alten Gebäude miteinander zu verbinden. Ein Konzept übrigens, welches dem Verein inzwischen mehrere Auszeichnungen wie den Deutschen Denkmalschutzpreis eingebracht hat.

Anfang der 90er Jahre entstand der kühne Plan, das alte Schloß mit seinem historischen Rittersaal durch Konzerte kulturell zu beleben. 1993 fand das Gründungskonzert des ebenso scherzhaft wie selbstbewußt "Batzdorfer Hofkapelle" genannten Ensembles im hergerichteten Rittersaal des Schlosses statt. Im August 1993 folgten die 1. Batzdorfer Barockfestspiele mit der szenischen Aufführung eines Hasse-Intermezzos. Zunächst ein "no-budget"- Projekt befreundeter Musiker, haben sich die alljährlichen Festspiele durch die künstlerische Qualität zu einer Kultveranstaltung der Dresdner Kulturszene entwickelt. Mehr als ein Dutzend Produktionen der Batzdorfer Hofkapelle entstanden seither in der sommerlich inspirierenden Arbeitsatmosphäre des Schlosses. Die Musiker, alle Alte-Musik-Spezialisten, kommen aus Berlin, Köln und Dresden. In den letzten Jahren hat sich die Arbeit des Ensemble mehr und mehr erweitert hat. Nach der erfolgreichen Produktion der komischen Oper "Calandro" an ihrem Uraufführungsort Schloß Pillnitz 1997 folgte 1998 eine Aufführungsserie der Amazonenoper "Talestri" von Maria Antonio Walpurgis von Sachsen im Münchener Cuvelliertheater sowie im historischen Theater in Neuburg an der Donau. Beide Opern liegen als Querschnitt vor.

Neben dem Schwerpunkt auf der Auswertung des reichen Handschriftenbestandes der Dresdner Staatsbibliothek hat sich das Repertoire inzwischen auch um Standardwerke wie Bachs h-moll-Messe erweitert. Spezialität des Ensembles ist und bleibt aber auch in Zukunft Dresdens Opern- und Oratoriumsrepertoire des 18. Jahrhunderts: Im Sommer 2000 erschien das für Dresden komponierte Oratorium "La Pace di Kamberga" von Johann David Heinichen. Ein sehr erfolgreiches Projekt ist seit 2000 die Oper "Il filosofo convinto in amore" von Johann Friedrich Agricola.

2001 spielte die Batzdorfer Hofkapelle unter anderem die Oper "La Guirlande" von Jean Philippe Rameau bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, trat bei den Händel Festspielen Halle und dem Festival Bayreuther Barock auf. Desweiteren wirkte das Ensemble bei der Oper "L'Argenore" von Wilhelmine von Bayreuth am Hans Otto Theater Potsdam mit. In diesem Jahr hatte die Oper "Aci, Galatea e Polifemo" von Georg Friedrich Händel als Puppenspiel in Zusammenarbeit mit dem Theater Altenburg-Gera Premiere, mit der das Ensemble u.a. zu den Ludwigsburger Schloßfestspielen eingeladen wurde. Auf der neuesten CD sind Liebeskantaten von Alessandro Scarlatti mit dem jungen Altus Gunther Schmid zu hören. Im Laufe des Jahres werden zwei weitere CDs produziert: eine mit Orchestermusik von G.F.Händel, die im Oktober 2002 erschienen ist, und eine mit geistlichen Motetten von J.D.Hasse und J.D.Zelenka, gesungen von der französischen Sopranistin Salomé Haller. Alle CDs der Batzdorfer Hofkapelle erscheinen bei dem Label KAMMERTON.

Rundfunkaufnahmen entstanden für mehrere deutsche Rundfunkanstalten.

Viele der erfolgreichen Projekte der Batzdorfer Hofkapelle wurden erst durch die umfangreiche Unterstützung der Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. ermöglicht.



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