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Dienstag, 17. Juli 2018

John Field

John Field im Portrait

Biografie


Als Vater der Nocturne wird der Komponist John Field, der fast ausschließlich Klaviermusik schrieb, oft beschrieben. Seine 20 Nocturnes mit ihrer lyrischen Ausdruckskraft sind die ersten dieser Art, die direkten Einfluß auf die späteren Nocturnes Chopins nahmen. John Field war es, der als erster das lyrische Klavierstück konzertfähig machte. Seine sieben Klavierkonzerte werden allerdings nur allzu oft vergessen.

Fields Vater war als Violinist und sein Großvater, bei dem er auch ersten Klavierunterricht erhielt, als Organist tätig. Der Vater erhielt 1792 eine Anstellung in London und die Familie ging nach England. Dort erhielt Field seine weitere pianistische Ausbildung bei Muzio Clementi. 1794 gab er mit großem Erfolg Konzerte in der britischen Metropole. Im Alter von 20 Jahren begleitete er seinen Lehrer Clementi auf eine Geschäftsreise nach Paris und Wien, wo er das Studium des Kontrapunktes beim Beethoven-Lehrer Albrechtsberger aufnahm. Als aber Clementi kurze Zeit später weiter nach St. Petersburg reiste, wollte sich Field nicht von seinem Lehrer trennen, brach die Studien bei Albrechtsberger ab und begleitete ihn. Für Field begann eine schwere Zeit, da Clementi ihn in einer Niederlassung seiner Klavier-Handlung beschäftigte und aus Konkurrenzangst vom künstlerischen Leben in St. Petersburg fernzuhalten versuchte. Erst als Clementi 1803 nach London zurückkehrte, konnte sich Field in Russland einen Namen machen. Er wurde schnell als bekannter Pianist und Lehrer eine zentrale Gestalt des russischen Musiklebens. Einer seiner Schüler in Petersburg war Michail Glinka, der ihn als beherzten, eigensinnigen und vielseitigen Pianisten bewunderte. Nach der gescheiterten Ehe mit einer Schülerin ging Field 1821 nach Moskau, wo er nicht minder erfolgreich und bekannt war. Auf einer Reise nach Europa, die 1831 in London und Paris begann, erfuhr er einen ersten Einbruch seiner Karriere. Durch seinen unregelmäßigen Lebenswandel und starken Alkoholismus geschwächt, ließen seine Erfolge auch bei der Weiterreise nach Brüssel, Südfrankreich und schließlich Italien immer mehr nach. 1833 erlitt er einen Zusammenbruch in Neapel und mußte nach einigen Operationen neun Monate lang in einer Klinik verbringen. Eine wohlhabende russische Familie nahm sich schließlich seiner an und brachte ihn 1835 zurück nach Moskau. Bis Ende 1836 unterrichtete er noch mit größten Mühen. In den ersten Tagen des Jahres 1837 erlag er seiner Krankheit.



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