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Donnerstag, 19. April 2018

Carl Czerny

Carl Czerny im Portrait

Biografie


Generationen von Klavierschülern haben die Werke Carl Czernys nicht unbedingt in bester Erinnerung, ist er doch vor allem für seine didaktischen Lehrwerke und Etüden bekannt. Seine Kompositionen spiegeln keinen eigenen Stil wieder, und er selbst gab zu, dass ein großer Teil seiner Werke trivial und ohne Tiefe sei. Sie sind in der Regel virtuos und konzentrieren sich mehr auf formale als auf musikalische Aspekte.

Carl Czerny wurde als einziges Kind in eine Wiener Musikerfamilie hineingeboren. Mit drei Jahren erhielt er Klavierstunden bei seinem Vater, erste Kompositionsversuche begann er im Alter von sieben Jahren. Kurz nach seinem ersten erfolgreichen Konzert im Wiener Augarten 1800 spielte Czerny bei Beethoven vor, der sein Talent erkannte und ihn drei Jahre lang unentgeltlich unterrichtete. Czerny konnte das gesamte Klavierwerk seines Lehrers mit 17 Jahren auswendig spielen und wurde ein gefeierter Beethoven-Interpret. Nachdem er seine Studien bei Beethoven beendet hatte, trat Czerny 1810 in Kontakt mit Muzio Clementi in London, dessen Unterrichtsmethoden Czerny nachhaltig beeinflussten. Seine Bekanntschaft mit dem jungen Johann Nepomuk Hummel schätzte er ebenso sehr. 1818 beendete der von Lampenfieber geplagte Künstler seine Pianistenkarriere und widmete sich ganz der Komposition und der Lehrtätigkeit. Er unterrichtete unzählige Schüler im Klavierspiel und der Komposition; sein bekanntester Schüler war Franz Liszt. Daneben schrieb der fleißige Komponist über 1000 Werke jeglichen Schwierigkeitsgrades, wobei er oft an bis zu sechs Stücken gleichzeitig arbeitete. Ab Anfang der 50-er Jahre wurde Czerny schwer krank, seine Augen wurden schwach und er litt unter Gicht. Nach seinem Tod 1857 kam sein gesamtes Vermögen diversen wohltätigen Zwecken zugute.



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