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Sonntag, 15. Juli 2018

Danielle de Niese, Foto: eMusici GmbH

Danielle de Niese im Portrait

Biografie


Talent und atemberaubend anziehende Physis – beides kann Danielle de Niese, frisch gebackene Echo Klassik-Preisträgerin des Jahres 2008 in der Kategorie "Nachwuchs-Künstlerin des Jahres", für sich beanspruchen.

Die 28-jährige Sopranistin aus dem australischen Melbourne wusste die Herzen ihres Publikums schon früh zu erobern: bereits mit zwölf war sie singender und moderierender Kinderstar der US-TV-Show "Kid of the Week" und wurde hierfür mit dem begehrten "Emmy" ausgezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits seit mehreren Jahren Gesangsunterricht genossen und besuchte in Los Angeles, wohin ihre sri-lankischen Eltern übergesiedelt waren, die "Colburn School", an der sie in Schauspiel, Tanz, Gesang und Instrumentalmusik unterrichtet wurde. Sommerkurse in Tanglewood, Aspen und Marlboro folgten, bevor de Niese 1998 in das "Lindemann Young Artists Programme" der New Yorker Metropolitan Opera aufgenommen wurde – als jüngste Künstlerin, die je Aufnahme im "Metropolitan Opera Studio" fand. An der Seite von Renée Fleming, Bryn Terfel und Cecilia Bartoli gab sie mit 19 Jahren ihr Debüt an der Met in der Rolle der Barbarina in Jonathan Millers Neuinszenierung von "Le nozze di Figaro" unter der musikalischen Leitung von James Levine. Der bot ihr die Titelrolle in Ravels "L'Enfant et les Sortilèges" in konzertanten Aufführungen mit dem "MET Chamber Ensemble" an. Frühe Engagements führten de Niese als Lauretta in "Gianni Schicchi" an die Los Angeles Opera und als Nannetta in "Falstaff" an die Santa Fe Opera.

Bald sollten wichtige Debüts an europäischen Opernhäusern folgen. An der Seite von David Daniels sang de Niese die "Cleopatra" an De Nederlandse Opera und der Pariser Opéra unter der Leitung von Marc Minkowski. Weitere Debüts in Italien – in Glucks "Orfeo ed Euridice" am Teatro San Carlo in Neapel – und in der Schweiz (Monteverdis "Poppea" mit Nikolaus Harnoncourt) folgten. Die Rolle der Cleopatra in David McVicars Inszenierung von Händels "Giulio Cesare" bei ihrem Debüt in Glyndebourne brachte de Niese 2005 internationalen Ruhm. Dirigent war William Christie, mit dem sie bereits in Monteverdis "L'incoronazione di Poppea" in Lyon und Rameaus "Les Indes galantes" in Paris zusammengearbeitet hatte und der seither zu einem ihrer künstlerischen Wegbegleiter geworden ist.

Im Herbst 2006 sang de Niese erneut an der Nederlandse Opera und war dort in der Rolle der Susanna in "Le Nozze di Figaro" zu hören. 2007 war sie im Pariser "Theatre Champs-Elysées" als Ginevra in Händels „Ariodante" erfolgreich. Im selben Jahr und 2008 war de Niese wiederum Gast beim Glyndebourne-Festival. Sie war 2007 in der Rolle der Cleopatra und 2008 auch in einer neuen Produktion der "L’incoronazione di Poppea" zu hören.



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