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Dienstag, 22. August 2017

Franz Krommer

Franz Krommer im Portrait

Biografie


Frantisek Vincenc Kramár wurde am 27. November 1759 in Kamenitz/Moravien geboren. Seinen heute weitaus bekannteren Namen Franz Krommer nahm er erst an, als er 1785 nach erfolgter musikalischer Ausbildung durch seinen Onkel Anton Matthias Krommer nach Wien ging, um dort als 1. Geiger beim Grafen Styrum in Simonthurn (Ungarn) tätig zu werden. Bereits zwei Jahre später hatte er sich zum Musikdirektor hochgearbeitet. Es folgten in den nächsten Jahren Tätigkeiten als Chorregent am Dom zu Fünfkirchen sowie als Komponist für Fürst Anton Grassalkovich. Ab 1815 bereiste Krommer als kaiserlicher Kammertürhüter mit Franz I. ganz Europa, bis er drei Jahre später bei Kozeluch erneut Kapellmeister sowie Hofkomponist wurde. Franz Krommer starb am 8. Januar 1831 hochangesehen in Wien; wie berichtet wurde, wohl durch ärztliche Vernachlässigung oder Ignoranz. Er besaß zu diesem Zeitpunkt eine Unzahl von Ehrenmitgliedschaften, von denen die an den Konservatorien von Paris und Mailand sowie am Istituto filarmonico in Venedig nur die bekanntesten sind.

Krommer war zu seiner Zeit bedeutender, als man heute denkt: Ihm wurde von Zeitgenossen bekundet, seine Kompositionen besäßen an Reichthum ungeborgter Ideen, Witz, Feuer, neuen harmonischen Wendungen und frappanten Modulationen innern Gehalt genug, um die Aufmerksamkeit der [...] Liebhaber auf sich zu ziehen'. Beethoven betrachtete Krommer als ernstzunehmenden Rivalen und schaffte es, seinen Kollegen weniger bedeutend dastehen zu lassen, als das der Wahrheit entspricht.



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