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Donnerstag, 21. Februar 2019

Christoph Poppen, Jürgen Olczyk

Christoph Poppen im Portrait

Biografie


Der Name von Christoph Poppen steht bereits seit Beginn seiner Dirigentenkarriere für innovative Programmatik und ein breit gefächertes Engagement für neue Musik. Der renommierte Dirigent ist seit der Gründung des Orchesters in der Saison 2007-08 Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Im August 2006 wurde er Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken und übernahm so in seiner ersten Saison die künstlerische Verantwortung für die Fusionierung des Orchesters mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern. In der Saison 2008-09 wird Christoph Poppen mit der Deutschen Radio Philharmonie in der Alten Oper Frankfurt, in der Philharmonie Luxemburg, beim Heidelberger Frühling und beim Festival Rhein Vokal zu Gast sein. Eine erste Tournee führt sie im Herbst 2008 in die Schweiz. Die Programmschwerpunkte der nächsten Saison liegen auf Vokalkompositionen mit Orchester, großen Violinkonzerten des 20. Jahrhunderts (Szymanowski, Korngold, Chatschaturjan, Reimann und Prokofjew) sowie auf Orchesterwerken französischer Komponisten. Nach der Gesamteinspielung der Mendelssohn-Sinfonien arbeiten Christoph Poppen und die Deutsche Radio Philharmonie an einer Gesamtaufnahme der Tschaikowsky-Sinfonien.

Von 1995-2006 war Christoph Poppen Dirigent und künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters, dem er in kürzester Zeit ein neues Profil verlieh. Seine unverwechselbare Programmatik, die auf der Gegenüberstellung von klassischem und zeitgenössischem Repertoire basierte und viele Auftragswerke beinhaltete, fand international Beachtung.

Neben seiner Funktion als Chefdirigent ist Christoph Poppen ein gefragter Gastdirigent und arbeitete u.a. mit den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der NDR-Radiophilharmonie, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Detroit Symphony, dem hr-Sinfonieorchester, dem Orquestra Sinfonica do Estado de Sao Paulo, dem Indianapolis Symphony Orchestra, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie der Camerata Salzburg zusammen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater in Innsbruck führte zu erfolgreichen Opernprojekten wie Mozarts ?Zauberflöte? und ?La clemenza die Tito? sowie einer konzertanten Aufführung von Rossinis ?Othello?. Im Sommer 2006 erfolgten konzertante Aufführungen von Mozarts ?La Betulia Liberata? mit dem Münchener Kammerorchester bei den Salzburger Festspielen. In der Saison 2008/09 ist er u.a. beim WDR Sinfonieorchester, dem Danish National Symphony Kopenhagen, dem Torino Orchestra Sinfonica Nazionale, dem Frankfurter Museumsorchester, den Hamburger Symphonikern und der Amsterdam Sinfonietta zu Gast.

Christoph Poppens umfassende Diskographie beinhaltet Werke von Komponisten wie Tigran Mansurian, Sofia Gubaidulina, Karl Amadeus Hartmann, Giacinto Scelsi sowie Mozart und Schubert, viele davon erschienen bei ECM Records. Mit dem Münchener Kammerorchester und Isabelle Faust hat er eine Gesamteinspielung von Haydns Violinkonzerten gemacht, sowie seine eigene Fassung für Streichorchester von Schuberts ?Der Tod und das Mädchen?. Anfang 2008 veröffentlichte er mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern die gesamten Symphonien Mendelssohns bei Oehms Classics. Eine weitere Aufnahme von Poppen und dem Orchester mit Werken von Frank Martin erschien im Frühjahr 2008 bei ECM Records.

Als Solist ist Christoph Poppen Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Violinwettbewerbe. 1978 gründete er das Cherubini Quartett, mit dem er als Primarius 1981 den Grand Prix beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian/Frankreich gewann. Es folgten Konzerte auf fast allen bedeutenden Podien der Welt sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Das Projekt ?Morimur? ? ein Programm um Bachs Partita d-moll von Chistoph Poppen mit dem Hilliard-Ensemble - fand sowohl als CD als auch in Konzerten höchste Anerkennung bei Publikum und Kritik.

Als Pädagoge lehrte Christoph Poppen von 1988 bis 1995 an der Hochschule für Musik in Detmold und folgte 1995 einem Ruf an die Hochschule für Musik ?Hanns Eisler? Berlin, deren Rektor er später wurde. Von 2000 bis 2005 war Christoph Poppen künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Seit 2003 ist er Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater München.



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