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Montag, 24. Juli 2017

Label-Manager Stefan Piendl berichtet über Hintergründe, Ziele und Ausrichtung des jungen Labels BR KLASSIK.

"Der Tonträgermarkt klassischer Musik hat eine gute Geschäftsgrundlage"


Die Landschaft der deutschen Klassik-Labels wurde vor wenigen Tagen um ein weiteres bereichert: Der Bayerische Rundfunk hat eine eigene Tonträgersparte ins Leben gerufen. BR-KLASSIK heißt das jüngste Kind des Rundfunksenders und tritt gleich mit Pauken und Trompeten auf. Neun Veröffentlichungen auf einen Schwung gibt es zum Einstand, darunter Gängiges neben interessanten Entdeckungen. Und auch das randvoll mit Kostbarkeiten und Raritäten angefüllte Rundfunkarchiv wird durchforstet, um den Hörern so manchen Leckerbissen zu bescheren. Vor allem die Unabhängigkeit von Label-Partnern und Eigenverantwortlichkeit haben den BR bewogen, die Aufnahmen seiner drei Klangkörper nun in Eigenregie zu produzieren, berichtet der Label-Berater Stefan Piendl. Welche weiteren Pläne man in München schmiedet, hat er im Gespräch mit klassik.com Autor Tobias Pfleger verraten.

Welches Ziel steht hinter der Gründung des Labels BR-KLASSIK?

Dem Bayerischen Rundfunk ist es wichtig, souverän entscheiden zu können, was mit den Aufnahmen aus dem eigenen Haus passiert. Es geht um die Unabhängigkeit, selbst bestimmen zu können, was man wie und wo unter geeigneten Umständen und in bester Qualität veröffentlicht. Sofern man nämlich die Aufnahmen bei einem Fremd-Label herausbringt, unterliegt das Produkt sofort bestimmten Einschränkungen. Die Entscheidung für ein eigenes Label finde ich richtungweisend; vor allem für den BR, aber das mag auch für andere Rundfunkstationen gelten. Zumindest für die auch international etablierten Klangkörper kann es Sinn machen, denn es gibt einen Markt, den man unter vernünftigen Bedingungen erfolgreich bearbeiten kann.

In der letzten Zeit waren in der Tonträgerbranche klassischer Musik fast ausschließlich Hiobsbotschaften zu hören. Ist die Gründung des neuen Labels BR-KLASSIK daher auch als bewusst gesetztes positives Signal zu werten?

Grundsätzlich: Ja. Wobei der Bayerische Rundfunk keine Veranlassung hätte, sich bemüßigt zu fühlen, ein positives Signal in Richtung Tonträgermarkt zu setzen. Aber es ist ein positives Signal dahingehend, dass wir der Ansicht sind, dass der Tonträgermarkt gerade im Bereich klassischer Musik wohl noch lange eine gute Geschäftsgrundlage hat. Das liegt auch daran, dass die Klassik-Zielgruppe deutlich älter ist als im Popbereich. Etwa 70% der Käufer sind älter als 50 Jahre, da ist die Thematik Downloads noch nicht so ausgeprägt, ebenso wenig CDs zu brennen. Und die wirtschaftliche Situation erlaubt es eben auch, CDs zu kaufen. Der Klassikmarkt in Deutschland beträgt immer noch gut 120 Millionen Euro pro Jahr. Da kann man also nicht gerade behaupten, alles wäre zusammengebrochen.

Der Tonträgermarkt ist mit Einspielungen einiger Werke nun fast übersättigt; andere Werke, meist eher unbekannter Komponisten dagegen werden kaum aufgenommen. Wie wird das Verhältnis zwischen dem traditionellen Konzertrepertoire und eher ausgefallenen Produktionen bei BR-KLASSIK aussehen?

Beim Bayerischen Rundfunk mit seinen drei Klangkörpern wäre es ja völlig unsinnig, sich auf einen Repertoirebereich hin festzulegen. Weder macht es Sinn, nur Zeitgenössisches zu machen noch ausschließlich das Standardrepertoire zu reproduzieren. Und ich glaube, wenn man sich die ersten acht Titel anschaut, sieht man schon, dass wir doch ein recht breites Repertoire anbieten. Natürlich sind solche Titel wie Bruckners Siebte und Mahlers Siebte dabei. Das ist das, was die Musikfreunde, die Abonnenten des Symphonieorchesters von so einem Label erwarten, und das wollen wir nicht ignorieren. Aber man sieht genauso, dass mit a-capella-Chormusik aus dem 20. Jahrhundert mit Martin, Poulenc und Kodaly, oder mit den Aufnahmen des Münchner Rundfunkorchesters von Karl Amadeus Hartmanns ‚Simplicius Simplicissimus‘ und selbst Bernsteins ‚Trouble in Tahiti‘ Werke verfügbar werden, die bisher kaum oder gar nicht auf CD vorliegen. Und so soll das auch weitergehen. Es wird aus allen Bereichen der Musik, die diese drei Klangkörper abdecken, Tonträgerveröffentlichungen geben.

Wird es eine Gewichtung unter den Klangkörpern geben, etwa eine Dominanz des Symphonieorchesters?

Nein, es ist eine ausgeglichene Veröffentlichungspolitik geplant. Natürlich wird es sehr spannend zu beobachten, welche Aufnahmen bei den Musikfreunden besonders gut ankommen…

Neben den Neuveröffentlichungen wird es auch Aufnahmen aus dem Rundfunkarchiv geben. Wie wird das Verhältnis zwischen diesen beiden Bereichen gestaltet sein?

Pro Jahr sind insgesamt etwa zehn Veröffentlichungen geplant. Es kann zwar auch Abweichungen geben, wie zum Beispiel in diesem Jahr. Denn das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks feiert 60-jähriges Bestehen. Da gibt es eine Jubiläums-Box, in der jedem Chefdirigenten eine CD gewidmet ist. Es sind deshalb sechs, weil Kyrill Kondraschin als Chefdirigent ausgewählt wurde, diese Position aber nicht mehr antreten konnte, er ist aber in dieser Box vertreten. So kommen in diesem Jahr eben deutlich mehr als die geplanten etwa zehn Veröffentlichungen. Aber in einem normalen Veröffentlichungsjahr sind von zehn Produktionen – ohne, dass man dies nun ganz genau festlegen kann – etwa sechs Neuveröffentlichungen und vier Archiv-Veröffentlichungen vorgesehen. Das hängt natürlich auch immer ein wenig davon ab, was gerade in der jeweiligen Saison als besonders veröffentlichungswürdig angesehen wird, was wir aus dem Archiv rechtemäßig klären können. Die acht CDs bzw. SACDs und eine DVD, die wir zum Start herausbringen, bilden eigentlich beispielhaft ab, was wir uns pro Jahr an Veröffentlichungen vorstellen. Wobei das in Zukunft natürlich nicht mehr auf einen Schlag kommt, sondern etwa jeden Monat eine Veröffentlichung. Soweit es die Rechtesituation erlaubt (was zumeist der Fall ist), wird alles auch digital verfügbar sein, wird also als Download bei den gängigen Portalen wie iTunes, Musicload usw. und über den Naxos-eigenen Download-Shop „Classics Online“ zur Verfügung stehen. Die Aufnahmen von BR-KLASSIK werden auch in der Naxos Music Library enthalten sein, die z.B. in Universitäten zur Nutzung bereitsteht.

Der Vorreiter mit einem eigenen Label war unter den öffentlich-rechtlichen Sendern der Hessische Rundfunk. Dort werden nicht nur Produktionen der eigenen Klangkörper veröffentlicht, sondern auch Soloplatten (Klavier) und auch einige musikgeschichtlich lokal, primär an Frankfurt gebundene Projekte. Wird es ein solch breites Spektrum auch bei BR-KLASSIK geben?

Meines Wissens ist der BR die erste Rundfunkanstalt, die wirklich die Aufnahmen der eigenen Klangkörper umfangreich und regelmäßig auf einem eigenen Label, völlig unabhängig von einem Label-Partner in Eigenverantwortung konsequent realisiert. Zu Ihrer Frage: Die grundlegende Strategie von BR-KLASSIK sind Veröffentlichungen der drei Klangkörper. Darüber hinaus ist bis auf weiteres nichts geplant, weil man das Konzept auch nicht verwässern will. Es geht ja nicht darum, dass der Bayerische Rundfunk nun in Konkurrenz zu anderen Labels auf dem Tonträgermarkt treten will. Sondern darum, die Aufnahmen, die beim Bayerischen Rundfunk – letztlich vom Gebührenzahler finanziert – ja bereits existieren, auch optimal zu nutzen. Diese optimale Nutzung ist in unterschiedlicher Richtung zu verstehen. Zum einen, Aufnahmen, die existieren, zur Verfügung zu stellen; also zeigen, was man hat und was man kann. Und der BR will zum anderen damit natürlich mittelfristig eine Wirtschaftlichkeit erzielen. Das neue Label BR-KLASSIK ist natürlich auch ein ganz wichtiges Imageinstrument, gerade im Ausland. Wenn die Klangkörper auf Tournee gehen, wollen wir einfach sicherstellen, dass das abgedeckte musikalische Spektrum auch in Form von Tonträgern vorliegt und präsent ist. Wichtig ist vor allem, dass man unter eigener Kontrolle hat, wie das vor sich geht. Aber es kann natürlich zu sehr spannenden Konstellationen kommen: wenn der Chor mit einem Alte-Musik-Ensemble wie z.B. Concerto Köln zusammenarbeitet und dann diese Aufnahme, sofern das aufgrund der vertraglichen Konstellationen rechtlich möglich ist, auf dem Label BR-KLASSIK erscheint.

Vor einigen Wochen hat ein Papier des Obersten Rechnungshofs in Bayern harte Kritik am Bayerischen Rundfunk geübt, vor allem auch hinsichtlich der Klangkörper. Zwei Hauptkritikpunkte wurden angeführt: Erstens, dass sich z.B. das Symphonieorchester von seinem ursprünglichen Auftrag weit entfernt habe; zweitens, dass der Bayerische Rundfunk, indem er seine Klangkörper für Aufnahmen bei verschiedenen Labels oftmals fast kostenlos zur Verfügung stellt, andere Labels subventioniert. Da wirkt die Gründung eines eigenen Labels wie eine prompte Antwort – auch wenn freilich die zeitliche Nähe eine direkte Reaktion unplausibel erscheinen lässt.

Das hat überhaupt nichts miteinander zu tun. Zur Kritik des Rechnungshofs hat der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Herr Dr. Gruber, Stellung genommen. Darüber hinaus kann ich als Label-Manager von BR-KLASSIK nicht weiter kommentieren, was der Rechnungshof anzumerken hat und wie das zu bewerten ist.

Aber es könnte für die Zukunft des Labels doch entscheidende Folgen haben, wenn die Forderung, Klangkörper auszugliedern, in die Tat umgesetzt wird.

Ich glaube, wenn jemand fordert, Klangkörper auszugliedern, dann versteht er von dem Tonträger- oder allgemein vom Klassikmarkt relativ wenig. Stichwort: Musica viva. Wenn das unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchgeführt werden müsste, kann man sich keinerlei zeitgenössische Musik mehr leisten. Das ist nun mal öffentlich-rechtlicher Kulturauftrag. Es ist ein subventionierter Kunstbereich. Und wenn jemand meint, es gebe in Deutschland Mehrheiten dafür, dass man das nicht mehr braucht, wäre dies sehr bedauerlich. Aber es ist völlig naiv, zu glauben, man könnte zeitgenössische Musik nur nach Regeln der freien Wirtschaft am Leben erhalten. Abgesehen davon ist das Label schon seit über zwei Jahren in Planung und kann daher mit der Rechnungshof-Kritik nichts zu tun haben. Letztlich wäre es ja aus Sicht des Rechnungshofs wohl auch positiv zu bewerten, weil der Bayerische Rundfunk mit der Gründung von BR-KLASSIK versucht, die Einnahmeseite zu verbessern. Letzten Endes geht es ja darum, vorhandene Aufnahmen zu nutzen und damit auch zur Finanzierung beizutragen. Das ist etwas, was meinem kaufmännischen Verständnis nach der Rechnungshof begrüßen müsste.

Aber einige Aspekte der Kritik scheinen doch einen wahren Kern zu haben. Denn man kann schon den Eindruck gewinnen, als hätte sich z.B. das Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks spätestens seit der Ära Lorin Maazel die Filetstückchen des Konzertrepertoires herausgesucht.

Wenn Sie selbst den Ausdruck Filetstücke verwenden kann ich nur sagen, dass wir alle nun mal offensichtlich ein Filet einem Kotelett vorziehen. Aber im Ernst: Man kommt beim Bayerischen Rundfunk mit allen Klangkörpern dem öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag engagiert nach. Letzten Endes will man eben auch vor vollen Sälen spielen und das Publikum glücklich machen. Und die Hörer wollen natürlich mit Jansons genau das hören: Mahler, Bruckner, Schostakowitsch – jene Sachen, die er nun mal grandios macht. Aber es wurden zum Beispiel auch neun Kompositionsaufträge vergeben, und zwar in Zusammenhang mit einem Beethoven-Zyklus. Dabei wird jede Beethoven-Sinfonie in einen Kontext gestellt mit einer zeitgenössischen Komposition. So zum Beispiel von Rodion Shchedrin das ‚Heiligenstädter Testament‘ zusammen mit der ‚Eroica‘, und auch von Alexander Tschaikowsky gab es bereits eine Uraufführung. Also: Die Orchester führen permanent neue Werke auf. Das Problem ist, dass das dann eben oft nicht so stark wahrgenommen wird. Das ist sehr interessant, denn gerade jene, die das als Vorwurf formulieren, berichten oft selbst mehr über das andere, und die zeitgenössischen Aktivitäten fallen hinten runter. Auch ein Musikkritiker, der ins Konzert geht, ist natürlich hinterher von der Bruckner- oder Mahler- oder Beethoven-Sinfonie weggeblasen und das zeitgenössische Stück hinterlässt möglicherweise weniger bleibenden Eindruck. Vieles scheint manchem Beobachter nur weniger bewusst zu sein. Man braucht nur in die Jahres-Programme schauen um festzustellen, was da alles an zeitgenössischer Musik im Laufe der Zeit gespielt wird. Es natürlich so, dass es mit ein Grund für die Entscheidung zur Gründung eines eigenen Labels war, dass man Dinge veröffentlichen kann, die eine Plattenfirma als Partner wohl nicht so einfach veröffentlichen würde. Das geht mit so etwas wie dem ‚Simplicius Simplicissimus‘ von Karl Amadeus Hartmann los, der einfach unglaublich teuer ist, auch wegen der Verlagsrechte. Das profitabel zu machen ist eigentlich kaum möglich. Es ist ein erklärter Wunsch des BR, die Freiheit zu haben, zu veröffentlichen, was man für richtig und wichtig hält und wann – Stichwort: Tourneen – und auch wie man es gerne will, z.B. was die Qualität des Booklets betrifft. Wir geben uns schon sehr viel Mühe, die Produktionen mit guten, aufwändigen Booklets zu begleiten.

Gerade bei Veröffentlichung kleinerer Labels und Independents stößt man immer häufiger auf sehr sorgfältig und teilweise exquisit gestaltete Produkte, was das die ganz äußere Erscheinung betrifft…

…ich glaube auch, man muss das tun – im Zeitalter der Downloads und der gebrannten CDs. Da muss man natürlich zeigen, was der Unterschied zu einer gekauften CD ist. Wir haben selbst bei der DVD ein ausführliches Booklet dabei. Wenn man sich auch im Hochpreisbereich bewegt – die Archivveröffentlichungen sind im Midprice-Bereich – möchten wir eben etwas Adäquates bieten.

Unter den nun auf einen Schwung herausgekommenen Produktionen finden sich neben einer DVD auch einige SACDs. Werden Sie verstärkt auf dieses Format setzen, oder finden auch Experimente etwa mit der DVD-Audio statt?

Das richtet sich natürlich nach dem Markt. Wir haben da ein starkes Auge drauf. Und wir wissen, dass es zur SACD unterschiedliche Einschätzungen gibt. Aber da der Bayerische Rundfunk oft Konzerte in Surround sendet, ist es nur logisch und konsequent, das auch auf dem Tonträger im SACD-Format anzubieten. Aber da werden wir natürlich auch den Markt beobachten und uns danach richten. Es wäre ja auch töricht, wenn man meinen würde, dass ein doch vergleichbar kleines und vor allem junges Label wie BR-KLASSIK den Markt mit Veröffentlichungen dirigieren könnte. Da müssen wir uns schon danach richten, welche Formate gewünscht werden und das dann möglichst gut erfüllen.

Inwiefern wird es sich bei den Produktionen um Live-Mitschnitte der gesendeten Konzerte handeln? Gerade vor dem Hintergrund, dass einige Dirigenten live aufgenommene Einspielungen jenen unter Studiobedingungen produzierten vorziehen, andere hingegen die Perfektion einer Studio-Aufnahme schätzen.

In aller Regel wird es sich bei einer Rundfunk-Anstalt natürlich um live aufgenommene Produktionen handeln. Mariss Jansons hat sich deshalb auch gewünscht, dass der Applaus ebenfalls auf der CD enthalten ist, damit der Hörer die Live-Atmosphäre miterleben kann.

Heißt das also für die Zukunft, dass die Einspielungen mit Klangkörpern des Bayerischen Rundfunks, sofern sie nicht z.B. durch Gastdirigenten an eine andere Plattenfirma gebunden sind, sämtlich bei BR-KLASSIK erscheinen?

Nein, das heißt es nicht. Wenn ein Label eine Co-Produktion mit dem BR machen möchte und das finanziert, wird dies auch weiterhin grundsätzlich möglich sein. Aber es sind dann eben Projekte, die von dem jeweiligen Label initiiert und finanziert werden. Es heißt also nicht, dass die Klangkörper nicht mehr zur Produktion für andere Labels zur Verfügung stünden. Aber: Es wird nicht mehr passieren, dass ohne weiteres Aufnahmen weglizensiert werden. Kurz gefasst: Produktion für andere Labels im Auftrag anderer Labels – ja; Lizensierungen an andere Labels vom BR aus – eher nein. Ausnahme ist die Musica viva, die ja bei NEOS betreut und veröffentlicht wird. Das wollen wir auch weiterhin so handhaben, weil das eine sehr schöne Reihe ist und dort bei Wulf Weinmann guten Händen liegt.

Eine Frage noch zum Abschluss: Welche Idee steht dahinter, mit Ihrer Person einen externen Label-Manager einzusetzen, der nicht direkt beim Bayerischen Rundfunk angesiedelt ist?

BR-KLASSIK entsteht in echtem Teamwork der verschiedenen Abteilungen des Bayrischen Rundfunks. Hier gibt es natürlich viele Personen, die über enorme Kompetenz und viel Erfahrung verfügen, zum Beispiel die Tonmeister und die Text-Redaktion, von den Musikern selbst ganz zu schweigen. Mit Andrea Lauber als wichtige und zentrale Schaltstelle für das Label bleibt die Struktur mit einer einzigen Person aber gleichzeitig schlank und sehr effizient. Dass sich der BR in diesem Kontext externe Expertise für das Management eines CD-Labels und spezifisches know how für den internationalen Tonträgermarkt sichert, ohne den Apparat intern aufzublähen, scheint mir doch eine sehr vernünftige Vorgehensweise zu sein.

Das Gespräch führte Dr. Tobias Pfleger.
(09/2009)

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