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Mittwoch, 14. November 2018

[Sind Klassik und Eventkultur Gegensätze?]

Musikzeitschriften im Portrait: Österreichische Musikzeitschrift

Sind Klassik und Eventkultur Gegensätze?

oder: Über die Notwendigkeit von Kontinuität

von Manfred Wagner, aus: Österreichische Musikzeitschrift 3/2005

(ungefähr 8 Seiten)

Im Vorfeld des 60. Jahrgangs widmete sich das 16. MUSIKZEITgespräch Grundfragen des heutigen Musiklebens. Es wurde in Kooperation mit den "Wiener Vorlesungen" /Stadt Wien, Hubert Chr. Ehalt, am 12.11.2004 im Herbert von Karajan Centrum Wien veranstaltet. Am Podium: Angelika Möser / Generalsekretärin der Jeunesse, Anna-Maria Pammer /Interpretin (Gesang), Peter Marboe / Intendant des Wiener Mozart-Jahres 2006; für die MUSIKZEITschrift: Marion Diederichs-Lafite /Herausgeberin und die ÖMZ-Konsulenten Hartmut Krones /Prof. Musikuniversität Wien (Stilkunde) und Manfred Wagner /Universität für Angewandte Kunst (Kultur- und Geistesgeschichte; Diskussionsleitung).

Marion Diederichs-Lafite: Ich begrüße Sie sehr herzlich zum MUSIKZEITgespräch, dankenswerter Weise wieder in diesem festlichen Rahmen. Und festlich soll uns auch durchaus zu Mute sein, ist doch wieder ein Zehnerschritt durchmessen. Es macht Sinn, angesichts runder Jubiläen der Republik wie in Parallele dazu auch unserer Zeitschrift, Rechenschaft abzulegen über den Status quo des Musiklebens und seiner Bestrebungen, unserer eigenen eingeschlossen. Die MUSIKZEITgespräche sind aus dem Bedürfnis, die Sicht auf die Musik in Österreich nach 1945 zu diskutieren, entstanden; das erste fand 1990/91 nach den grundlegenden Artikeln von Gertraud Cerha statt. Seither wurden zahlreiche Themen wie Musikkritik, Schubert-Interpretation, Jugendorchester behandelt, aber auch immer wieder standen heutige Kreative im Zentrum. Diesmal freuen wir uns über eine gemeinsame Veranstaltung mit den Wiener Vorlesungen, mit deren Organisator Hubert Christian Ehalt uns eine inzwischen langjährige gute Zusammenarbeit verbindet.
Hubert Christian Ehalt: Herzlichen Dank für die Einladung, hier zu sprechen. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die MUSIKZEITschrift seit 60 Jahren auf einem so hohen Standard in ganz unterschiedlichen kulturellen Zeitläufen gehalten hat. Jede Entwicklung, jede spannende Aufführung, jede neue Künstlerpersönlichkeit, jede neue politisch-gesellschaftliche, kulturelle Konstellation gibt ja neue Perspektiven und setzt WissenschafterInnen vor eine neue Reflexionsarbeit. Der Familie Lafite, die dieses Projekt auf die Beine gebracht und so lebendig gehalten hat, wünsche ich weiterhin viel Erfolg. Die "Wiener Vorlesungen" sind ein Projekt der Stadt Wien. Es ist schön, dass sich in einer Zeit, in der so vieles in private Hände gelegt wird, die Stadt für ein intellektuelles Projekt verantwortlich fühlt, und das mittlerweile seit 18 Jahren. Heute haben wir zwei feine Kooperationspartner: die MUSIKZEITschrift und das Karajan Centrum. - Fraglos gibt es eine massive Tendenz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Richtung Event-Orientierung und Erlebnisgesellschaft und auch die Künste sind den Bedingungen und Ansprüchen, die diese Entwicklung an alle Akteurinnen und Akteure stellt, unterworfen. Trotzdem würden wir völlig daneben liegen, wenn wir einen Bildungs- und Kunstbegriff des 19. Jahrhunderts verabsolutieren. Die künstlerischen Darbietungen an den barocken Höfen am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten fraglos starken Event-Charakter - man braucht nur an die Rossballette oder die Aufführung von Il Pomo d'Oro denken. Wir sollten uns also nicht vor allem über Entwicklungen des Verlustes beklagen. Dennoch: Wenn man reflektiert, indem man Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte betreibt, dann hat man auch die Aufgabe einer Bilanzierung. Man muss fragen, wie man Dinge, von deren Qualität man überzeugt ist, bewahren kann und wie man dem, was man als nicht qualitätsvoll ablehnt, gegenüberstehen soll. - Die Künste - wenn Sie mir erlauben, das grosso modo zu sagen - bilden heute einen ungeheuer großen und freien Spielplatz mannigfacher Möglichkeiten und Ausdrucksformen. In vielen Bereichen ist die Kompetenz der Bürger, künstlerische Ereignisse im Hinblick auf ihre Qualität zu bewerten, gewachsen. Ebenso hat man den Eindruck, dass das Publikum nicht nur aus Prestigegründen kommt, sondern kompetent an diesem Geschehen teilnimmt. Gleichzeitig ist es die Aufgabe einer Diskussion wie der heutigen, auch auf Gefahrenpotenziale hinzuweisen, Anstöße zu geben. Viele solcher Diskussionsprozesse tragen dazu bei, dass es eine qualitätsvolle Gesamtauseinandersetzung gibt, und diese ist Teil eines erträglichen politischen Klimas. Deshalb danken wir für diese Veranstaltung, ich wünsche Ihnen eine spannende Diskussion.
Manfred Wagner: Mit unserem Thema ist ein zentrales Element des Selbstverständnisses der MUSIKZEITschrift aufgegriffen, wo so eindeutig Positionen bezogen werden, dass man ohne diese in Österreich an einem reflexives Betrachten von musikalischen Ereignissen so arm wäre, dass man die MUSIKZEITschrift gründen müsste. Es freut mich sehr, dass in der Gestalt von Frau Professor Elisabeth Lafite, die 1951 das Medium übernommen hat, und von Rudolf Klein - bis in die späten Siebzigerjahre hinein der zentrale Schriftkopf dieser Zeitschrift -, eine so lebendige Brücke bis in die unmittelbare Gegenwart geht. Der "Event" ist anscheinend die Darstellungsform des Neokapitalismus im Kulturbereich. Was ihm entgegensteht, dafür fehlt uns im Deutschen ein vernünftiges Wort - denn "Klassik" kann es eigentlich nicht heißen, das ist die Bezeichnung für eine bestimmte Zeitepoche. Der Begriff "E-Musik" hat etwas Störendes, denn "ernste Musik" ist ja nie nur ernst. Daher sollten wir uns darauf verständigen, das eine als Event zu sehen, als Ereignis, durchgestylt von der Konzeptidee bis zur Durchführung - ein Ereignis, das auf Massenwirksamkeit ausgerichtet ist, wo die Journalisten und Politiker hinströmen, weil sie Zahlen ja noch am besten verstehen - und dass der andere Bereich etwas ist, das sehr mit Qualität zu tun hat, mit Nachdenklichkeit, wahrscheinlich auch mit einer kleineren Schicht, mit einer differenzierten Betrachtungsweise, wo es darauf ankommt, auch so etwas Altmodisches wie Bildung hereinzunehmen. Diese zwei Pole werden wir einander gegenüber zu stellen versuchen. Herr Marboe, stimmt die These, dass der Event Kennzeichen unserer neokapitalistischen Veranstaltungsstruktur ist, oder ist dies eine falsche Ansicht?
Peter Marboe: Ich würde sagen, dass ein Kulturereignis etwas ist, von dem man - in welcher Form auch immer - etwas anders weggeht, als man hingekommen ist: ein wenig nachdenklicher, ein wenig reifer, und dass man von einem Event, bzw. dem, was ich unter diesem Begriff subsumieren möchte, im besten Fall unbeschädigt nachhause geht. Man sollte dies als zwei Pole akzeptieren - und wir bewegen uns mehr zwischen diesen Polen, als wir uns eingestehen wollen. Müsste ich das Unwort unserer Zeit benennen, dann wäre es mit Sicherheit "Kultur-Event". Dieser Begriff ist in seiner Paradoxie nicht möglich. Es gibt entweder Kultur oder Event. Aber diese Vermischung ist nicht etwa zufällig, fahrlässig oder leichtfertig, sondern sie ist gewollt. Sie ist von der Ablenkungsindustrie ganz bewusst in unsere Gesellschaft hineingestellt. Das ist mein größter Vorwurf: Dass man uns eigentlich nicht mehr erlauben will, die Geister zu scheiden. Dass wir nicht mehr die Spreu des Belanglosen vom Weizen des Ernsthaften auseinander halten. Wenn man das tut, kann man sich noch immer für das eine oder das andere entscheiden. Aber den Eindruck zu erwecken, dass, wenn man zu einem flüchtigen, belanglosen Ereignis gehe, dies genauso sei wie im Don Carlos zu sitzen, ist etwas, wogegen wir ankämpfen müssen - nicht um Menschen zu bevormunden oder ihnen etwas zu verbieten, sondern damit sie wissen, womit sie es zu tun haben. Das erscheint mir sehr wichtig. - Ich stehe nun beim Mozartjahr vor der Entscheidung, wie man so etwas angeht. Wie viel Verführung darf sein im Mozartjahr? Einer der Sätze, die ich nun schon sehr oft gehört habe, lautet: "Das kann man den jungen Menschen nicht zumuten." Dazu zwei Erlebnisse in Zusammenhang mit der Eröffnung der Wiener Festwochen 2000 am Rathausplatz mit Zubin Mehta. Es hieß: "Die jungen Leute werden euch davon rennen - 23 Minuten ohne Pause Mahler mit den Philharmonikern." Jedoch niemand lief weg, es gab sogar größeren Applaus als sonst. Und zuvor folgende geglückte Konfrontation: Die Generalprobe fiel auf einen Donnerstag und während Mehta mit den Philharmonikern probte, strömten 2000 "Donnerstagsdemonstranten" [die wöchentlichen Demonstrationen gegen die damals neue ÖVP / FPÖ-Regierung] schreiend, pfeifend, klimpernd auf sie zu. Es gab einen einzigen Polizist und er riet uns Ruhe zu bewahren. Mehta brach ab und sprach zu den immer noch lärmenden Leuten vor den Barrikaden: "Meine Damen und Herren, warum wollen wir einander stören? Machen wir doch einen Vertrag: Sie horchen mir jetzt 25 Minuten bei einem herrlichen Stück Musik zu und danach höre ich Ihnen zu." - und so erlebten diese Menschen Mahler.
Manfred Wagner: Frau Möser, wie hält es die Jeunesse? Benutzt sie den Begriff im Marketing, substanziell oder verkauft sie Dinge, die eher unter dem Begriff Kulturereignis laufen, oder verstecken Sie hinter diesem modernen Begriff ein bisschen Ereignisse von hohem Wert?
Angelika Möser: Wir versuchen uns insofern etwas von der Event-Kultur abzuschauen, als wir gezwungen sind, beim Publikum und bei den Medien Aufmerksamkeit zu erlangen. Unsere Aufgabe ist es ja, junge Menschen dorthin zu führen, dass sie Qualität erkennen können, Verschiedenes anhören, sich damit befassen und die Kreativität anregen können. Für mich war es zum Beispiel ein Event - auch wenn es in diesem Sinne hier nicht anzuwenden ist -, als wir vor einem Monat beim Abschluss unseres Festivals "Fang den Ton" im Konzerthaus mit Carmina Burana mit dem RSO gefeiert haben. Dieses legten wir als "Proms"-Konzert an, d.h., wir räumten das Parterre für 1000 Menschen aus, wovon 60% Jugendliche waren, die sich hinsetzten, hinlegten und eine Stunde voll Begeisterung zuhörten. Alle Beteiligten sprachen von einer ganz tollen Stimmung. Man muss bei der Werbung schon ein bisschen mit Tricks arbeiten, aber all diese jungen Menschen, die dort waren, haben ein gutes Gefühl mitgenommen und gesagt: "Das war cool."
Manfred Wagner: Frau Pammer, wenn Sie engagiert werden - und Sie sind ja berühmt unter den Interpreten, weil Sie so ungewöhnliche Programme machen -, ist es Ihnen gleichgültig, wie Sie die Veranstalter ankündigen? Ob unter Kunst, Spezialkonzert oder würden Sie auch in einem Rahmen auftreten, der als Event charakterisiert wäre?
Anna Maria Pammer: Wenn unter Event etwas zu verstehen ist, das extreme Massen anzieht, wäre es verlogen zu sagen, es würde mich nicht interessieren, für eine größere Menschenansammlung etwas zu bieten. In dem Bereich der Neuen Musik, in dem ich hauptsächlich tätig bin, ist das aber nicht so - sie spricht kaum die Massen an und daher würde ich mir einen Veranstalter wünschen, dem dies trotzdem gelingt. Jedoch scheint dies eine Illusion zu bleiben.
Manfred Wagner: Professor Krones ist ja nicht nur Aufführungspraktiker, sondern auch - wenn man so will - ein Daueragent für Events im Wiener Musikverein: Es gibt kaum ein Konzert, das nicht von seinen Einführungstexten geprägt ist. Hast du etwas zu tun mit dem Begriff Event, wenn es im Musikverein Ereignisse gibt, wo es um das Auskosten von künstlerischer Qualität geht?
Hartmut Krones: Nein, denn ich schreibe über die Stücke und diese sind ja zunächst unabhängig vom Event. Man kann ja im Prinzip aus jedem Stück ein Event machen. Es kann ein Requiem ein Event sein, wenn lauter Adabeis kommen und es sich um das Begräbnis einer alten Kaiserin handelt. Oder ein historisches Beispiel: Ein Komponist erzählt: "Das Requiem" - er meint natürlich sein Requiem - "wurde gut aufgeführt. Die Wirkung desselben auf die große Mehrheit der Zuhörer war schrecklich. [...] Der Pfarrer des Invalidendomes hat am Altar geweint. Eine Viertelstunde nach der Feier umarmte er mich unter Tränen in der Sakristei. Der Schrecken im Augenblick des jüngsten Gerichtes, den die fünf Orchester und Pauken hervorbringen, welche das Tuba mirum begleiten, lässt sich nicht schildern. Einer der Choristen hat einen Nervenanfall erlitten. Es war in der Tat von schrecklicher Großartigkeit." Dieser Chorist wurde "beschädigt", das heißt, es war ein Event. - Der Komponist ist Hector Berlioz. Aber es kann durchaus auch eine Solosonate zu einem Event werden, wenn man sie dementsprechend propagiert und mit Firlefanz ausstattet. Im Übrigen: Eines der wichtigsten Bücher, ein Lateinwörterbuch, habe ich darauf befragt, was Event eigentlich heißt. Event - das hat ursprünglich nichts mit dem Englischen zu tun, sondern ist ein lateinisches Wort: "Eventus" heißt Ausgang, Erfolg, Entscheidung, Ergebnis, aber es kann auch ungünstiger Ausgang, Katastrophe, auch Ziel und Schicksal bedeuten. Die Palette des Wortes ist also genauso breit wie unsere Diskussion.
Manfred Wagner: Die ÖMZ ist ja bekanntlich kein Event-Blatt. Als solches verstehen wir Blätter, wo es fast keinen Text mehr gibt, sondern nur noch Farbabbildungen. Ist das die Blattlinie, was Herr Krones sagt: Soll man sich nicht darum kümmern, ob etwas von außen als Event gesehen wird, sondern sich nur der Frage nähern, was der Inhalt dieser Ereignisform ist?
Marion Diederichs-Lafite: Wir sind zwar sicher kein Event-Blatt, aber ich habe doch eine Reihe von Beispielen an Veranstaltungen mit Event-Charakter, über die wir berichtet haben, weiter berichten werden und die allesamt gelungene Bestrebungen darstellen, Musik jenseits der verbalen Vermittlung - die es ja sowieso gibt und auch geben soll in Form von Komponisten- oder Einführungsgesprächen - zu präsentieren. Ich meine damit Aufführungen, die so angelegt sind, dass sie mehr und auch jüngere Leute anziehen - einige markante möchte ich anführen: Ich habe - Zufall oder auch nicht - zunächst einige Jeunesse-Veranstaltungen im Auge: zum Beispiel das 50. Jeunesse-Jubiläum, wo es dieses fabelhafte Plastik-Luft-Zelt "Colourscape" am Rathausplatz gab, das in allen Farben geleuchtet hat und individuelle Hör-Situationen ermöglichte. Ich habe selbst gesehen, wie ganze Familien, die Kinder gemütlich an die Eltern gekuschelt, Markus Schirmer beim Schubert-Spiel zuhörten. Das war für alle ein Erlebnis. Oder: Das Festival "Geheimnis Musik", das Matthias Naske vor zwei Jahren im verwunschenen Palais Schönborn veranstaltet hat, wo entsprechende Musik das Publikum zum Mitgehen in verschiedene Räume bewogen hat. Oder etwas ganz anderes: Blicken wir nach Linz zur "Klangwolke" oder nach Tirol, wo Bruckner dem "Klangdom" von Peter Jan Marthé vor beeindruckender Gebirgskulisse als Ausgangspunkt dient. Es gibt natürlich auch Fälle, wo das Ganze in Kommerz umkippt, wo Nebensächlichkeiten im Vordergrund stehen; klassisches Beispiel ist hier etwa die im Hangar 7 des Salzburger Flugplatzes im Rahmen der Festspiele 2003 "verwurschtelte Stockhausen-Aufführung, eine von den Medien dämlich mitgetragene Nutzlosigkeit unter der Totalregie des Kommerzes" - wie Peter Cossé es in der ÖMZ bezeichnet hat.

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