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Montag, 8. August 2022

[Mauricio Kagel]

Musikzeitschriften im Portrait: Musik-Konzepte

Mauricio Kagel

von Hrsg. Ulrich Tadday, aus: Musik-Konzepte Heft 124

Mauricio Kagel, 1931 in Buenos Aires geboren, zählt zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Sein Name ist aus der (jüngsten) Geschichte der Musik nicht wegzudenken, denn er hat diese maßgeblich mitgestaltet.

Das erste gezählte Werk Mauricio Kagels, "Palimpsestos" (1950) für gemischten Chor a capella, basiert auf einem Gedichtband des Spaniers Federico García Lorca mit dem Titel "Poeta en Nueva York". Palimpseste sind Schriftstücke, deren ursprünglicher Text getilgt wurde, um neu beschriftet, neu beschrieben werden zu können. Viele Werke, die Mauricio Kagel im Laufe seines Lebens geschaffen hat, haben einen "palimpsestischen" Charakter. Sie besitzen nicht nur einen Bezug zu Texten, sondern sie verwandeln Texte in Musik, indem sie diese quasi neu beschriften, vertonen. In der Überzeugung, dass Texte in Verbindung mit Musik ihre unmittelbare Verständlichkeit verlieren, verleiht und verschafft Kagel ihnen durch Musik einen neuen Sinn. Denn für Komponisten sind Texte, nach der Auffassung von Mauricio Kagel, lediglich Prätexte, um einen neuen Kontext bilden zu können, einen neuen Kontext für Musik, die in Kagels Werk selbst wieder zum Text wird. Hier schließt sich Mauricio Kagels katalytischer Kreis, dessen Mittelpunkt die Beiträge des neuen Heftes der Musik-Konzepte zu bestimmen versuchen.

 

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