> > > > Leseprobe
Montag, 10. Dezember 2018

[George Antheil - Ballet Mécanique (Teil 2)]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

George Antheil - Ballet Mécanique (Teil 2)

Ballet pour Instruments Mécaniques et Percussion

von Jürgen Hocker, aus: Das Mechanische Musikinstrument

(ungefähr 5 Seiten)

Antheil äußerte sich auch zu den Perioden der Stille: "Hier am Ende dieser Komposition, wo über längere Zeitspannen kein einziger Ton zu hören ist, wirkt die Zeit selbst als Musik.... hier bewegte ich die Zeit, ohne sie zu berühren.... Ich habe Zeit benutzt, wie Picasso die leeren Stellen seiner Leinwand benutzt haben mag. Ich habe z.B. nicht gezögert, einen Takt 100 mal zu wiederholen; ich habe nicht gezögert, nichts auf der Notenrolle zu haben, für 62 Takte...." [gemeint sind hier 64 Achtelnoten].

An anderer Stelle schrieb Antheil: "Als ich in meinem Ballet Mécanique die mechanischen Möglichkeiten der Instrumente ausnutzte, vermochte ich Rhythmuswirkungen zu erzielen, die von menschlichen Wesen kaum gleichzeitig gezählt und exekutiert werden können, ganz zu schweigen von der einzigartigen Möglichkeit, Akkorde, Arpeggios und andere Figuren für das mechanische Piano zu schreiben, die die menschliche Hand nicht ausführen kann - gleichgültig, auf wie viel Hände man die Noten verteilt. [Dies entspricht nicht den Fakten, da das Stück ursprünglich für Pianisten geschrieben wurde und auch in der späteren Fassung praktisch immer die Möglichkeiten eines Pianisten berücksichtigt.] Ich suchte die Schönheiten herauszufinden, die in der klaren und sauberen Reinheit mechanischer Musikmaschinen, besonders dem Pianola, schlummerten. Ich suchte die sehr exakte Grazie und Maschinengewehrfeuergeschwindigkeit, deren nur sie fähig sind, auszunutzen; ...ich versuchte, die schlummernden Schönheiten der Pianolas und der anderen von mir verwendeten Maschinen herauszubringen. [An anderer Stelle (vgl. oben) schrieb er hingegen: ... es hatte nicht das geringste mit der Darstellung von Fabriken und Maschinenanlagen zu tun...] Ich bediente mich ihrer "Mängel" als ihrer kennzeichnendsten Merkmale."

1925 schrieb er: "Mein Ballet Mécanique ist die neue vierte Dimension der Musik.... das erste Musikstück der Welt aus und für Maschinen.... die erste Komposition in der Welt, die als durchgehendes Stück konzipiert ist, ohne Unterbrechung, wie ein solider Stahlträger."
Bemerkenswert bleibt, dass Antheil in seiner Autobiographie bei der Beschreibung der Aufführungen des Ballet Mécanique das Pianola mit keinem Wort erwähnt.

Die Aufführungen

[weiter...]

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte) Class aktuell (4/2018) herunterladen (2986 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 4442 im Portrait Musik ohne Grenzen
Programme abseits der Konventionen beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige