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Dienstag, 21. Januar 2020

[Gerhard Braun im Gespräch mit Dorothee Oberlinger]

Musikzeitschriften im Portrait: Tibia

Gerhard Braun im Gespräch mit Dorothee Oberlinger

von Gerhard Braun, aus: Tibia

(ungefähr 8 Seiten)

Dorothee Oberlinger zählt bereits heute zu den ganz großen deutschen Nachwuchsflötistinnen. Sie studierte Blockflöte bei Ursula Schmidt-Laukamp und Günther Höller in Köln und bei Walter van Hauwe in Amsterdam. Als Stipendiatin der Kulturstiftung Nordrhein-Westfalen ergänzte sie ihre Studien bei Pedro Memelsdorff in Mailand. Seit 1999 Promotion im Fach Musikwissenschaft in Wien. 1996 war sie Preisträgerin des ERTA-Wettbewerbs "Neue Musik" in Kassel, 1997 gewann sie den 1. Preis des Internationalen Wettbewerbs Moeck U.K. in London und spielte ein Debutkonzert in der Wigmore Hall. Ebenfalls 1997 Stipendiatin des DAAD mit Studienaufenthalt in Lissabon und 1998 Aufnahme in das Nachwuchsforum der Gesellschaft für Neue Musik in Köln. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen als Solistin sowie als Mitglied der Ensembles für Alte Musik ornamente 99 und Bois de Cologne. Im September erhielt Dorothee Oberlinger den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler 2001 in der Sparte Instrumentalmusik

Dorothee Oberlinger

Gerhard Braun: Liebe Dorothee, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein bzw. welche glücklichen Umstände müssen zusammenkommen, um eine so erfolgreiche Karriere als Konzertflötistin zu starten, wie das dir in den letzten fünf Jahren gelungen ist?
Dorothee Oberlinger: Ich glaube, dass die Kombination von Lehrern und Umfeld wichtig war. Ich hatte zum Glück immer Blockflötenlehrer, die mich nicht eingeengt haben und mir immer neue Wege eröffnet haben. In Köln, wo ich vor elf Jahren mein Studium begann und wo ich seitdem lebe, gibt es außerdem eine lebendige Musikszene mit Alter und Neuer Musik. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten. Kontakte zu anderen Musikern, zu Veranstaltern und Initiatoren sind vielleicht etwas einfacher als anderswo zu erreichen - und das kann machmal schon sehr hilfreich sein.

Gerhard Braun: Du hast ja gleich nach deinem Studium einige wichtige Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen. War das für den Aufbau deiner Karriere hilfreich?
Dorothee Oberlinger: Für Publikum und Veranstalter sind Preise nach wie vor so eine Art Garantie für Qualität - gerade für junge Spieler, die noch keine ausgeprägte Vita vorlegen können. Ich denke schon, dass auch mir Wettbewerbe geholfen haben - auch wenn ich jetzt nicht unbedingt nur positiv über Wettbewerbe reden möchte, denn sie bescheren einem auch sehr häufig eine Menge unangenehmer Erfahrungen.

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