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Montag, 8. August 2022

[Perotinus Magnus]

Musikzeitschriften im Portrait: Musik-Konzepte

Perotinus Magnus

Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts hielt der Pariser Komponist Perotinus Einzug in die Musikgeschichte. Seither gilt er als erster Meister des mehrstimmigen Komponierens, gar als Begründer der abendländischen Tonkunst schlechthin.
Diese kühne Behauptung äusserte erstmals Friedrich Ludwig, der überragende Kenner der Musik des Mittelalters, 1921 in einem Vortrag, der in diesem Heft der Musik-Konzepte erneut abgedruckt wird. Jürg Stenzl (Salzburg) erzählt anschließend die aufregende Geschichte der Auferstehung des großen Perotinus: zuerst durch die Musikforschung, dann durch die musikalische Praxis. Dass das Lob des Perotinus und seiner komponierenden Zeitgenossen in Paris zu Beginn des 13. Jahrhunderts zu Recht besteht, zeigt Wulf Arlt (Basel) erstmals mit einer genauen Analyse des Conductus "Clavus pungens acumine". Bis ins feinste Detail wird aufgedeckt, über welch erstaunliche Verfahren die Notre Dame-Komponisten verfügten, um ein Gedicht als ein vielschichtiges musikalisches "Opus perfectum" zu realisieren. Die wenigen Quellentexte über Perotinus aus dem 13. Jahrhundert (lateinisch und deutsch), eine Perotinus-Bibliografie und eine Diskografie ergänzen diesen ersten, dem Perotinus Magnus je gewidmeten Band am Beginn des Jahres 2000 - 800 Jahre, nachdem die monumentalen vierstimmigen Organa des Perotinus die Pariser Kathedrale Note Dame erfüllten.

 

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