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Freitag, 17. September 2021

[LIPSIA, eine Plattenspieldose von 1897(?) mit vielen Geheimnissen.]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

LIPSIA, eine Plattenspieldose von 1897(?) mit vielen Geheimnissen.

von Hendrik H. Strengers und Arno van der Heijden, aus: Das Mechanische Musikinstrument

(ungefähr 5 Seiten)

Den beiden Autoren des nachfolgenden Beitrags ist eine "Spieldose" bekannt geworden, die möglicherweise ein Einzelstück ist. Falls Sie ein weiteres identisches Exemplar einer "LIPSIA" kennen, schreiben Sie bitte der Redaktion, wir werden Ihre Mitteilung an die beiden Autoren weiterleiten. [Redaktion 'Das Mechanische Musikinstrument']

Beschreibung der LIPSIA-Spieldose

Das Standgehäuse des hier beschriebenen Instruments besteht aus einem Unterschrank mit einem Magazin für die Notenscheiben und einem Obergehäuse mit der Spieluhr. Die Abmessungen des Obergehäuses sind absolut identisch mit dem der Spieldose, die 1974 in einem Verkaufskatalog des Mekanisk Musik Museums2 beschrieben wurde: 107,5 cm hoch (100 cm das Gehäuse, der Fuß 7,5 cm), 63 cm breit und 33 cm tief. Das Untergehäuse ist 87 cm hoch, 66 cm breit und 35 cm tief.
Der Schrank, außen Nussbaum und innen Eiche furniert, hat schöne Schnitzereien und im Obergehäuse umrahmen vier aus Blech gestanzte Gitter, die mit rotem Tuch hinterlegt sind, einen Farbdruck. Diese durchbrochenen Gitter bewirken eine direkt nach vorn gerichtete Klangabstrahlung, was den Klangeindruck erheblich verbessert. In der Türmitte ist ein sehr schöner Farbdruck (Chromolithographie, 25,5 x 34,3 cm) zu sehen: Eine allegorische Figur "Lipsia" sitzt auf einer Steinbrüstung und hält ein Schild mit den rätselhaften Buchstaben "W & R". Zu ihren Füßen liegt auf den beiden oberen der fünf Stufen einer Steintreppe eine stilisierte fünfsaitige Leier. Vor einer glutroten Sonne im Hintergrund präsentiert sich ein sehr interessantes historisches Stadtbild von Leipzig. Von links nach rechts sieht man im Vordergrund der Stadtansicht den Augustus-Platz mit dem Mende-Brunnen vor dem Museum (jetzt: Neues Gewandhaus), die Grimmaische Straße, gesäumt mit Bäumen, und das Neue Theater (jetzt: Opernhaus). Im Hintergrund erkennen wir 6 Türme: Neues Rathaus, katholische Trinitatiskirche, Thomas-Kirche, Pauliner-Kirche (sie wurde 1968 gesprengt!), Nikolai-Kirche und Altes Rathaus (Anm. d. Red.: siehe auch die Abbildung auf der Titelseite). Durch Einwurf einer 5-Pfennig-Münze wird der Spieluhrmechanismus ausgelöst. Das Instrument mit einem ziemlich weichen Klang(!) spielt die jeweilige Notenscheibe immer zweimal nacheinander. Hinter der Frontklappe des Unterschranks verbirgt sich ein Plattenmagazin mit 4 Abteilungen.

Tonkamm und Stimmung

[weiter...]

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