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Samstag, 16. Oktober 2021

[E. Karrer-Hoffmann aus Teufenthal]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

E. Karrer-Hoffmann aus Teufenthal

Hersteller einiger ungewöhnlicher Spieldosen (Teil 1)

von David Snelling, aus: Das Mechanische Musikinstrument

Seite 2

Viele Teile in diesem Beitrag geben meine Meinungen wieder, insbesondere betreffs der Zuschreibung der unten beschriebenen Spieldosen. Sollten weitere Information ans Licht kommen, sind sie Gegenstand einer möglichen Korrektur.

Zweckmäßig für diesen Artikel setze ich voraus, dass Antriebe mit den unten ausgeführten Eigenschaften E. Karrer-Hoffmann (im Folgenden EKH benannt) zuzuordnen sind.

Bei dem Antrieb der Spieldose, die sich im Besitz des Verfassers befindet, ist die Identifikation jenseits jeden Zweifels.


Abb.1

Mehr zur Identifikation finden Sie im Teil 2 dieses Beitrags.

Unterscheidende Eigenschaften


Saluz


Abb.3

  Abbildung 3 zeigt die allgemeine Anordnung von einer der zwei größten Spieldosen aus der Tabelle 2. Die speziellen Details, die von Interesse sind (abgesehen von dem Federgehäuse, das auf der gleichen Achse mit der Walze liegt und später noch besprochen wird) sind:

  1. Der Zahnkranz auf dem Federgehäuse, der mit einer eingreifenden Sperrklinke wie ein Sperrwerk funktioniert;
  2. Das Aufzugsgetriebe;
  3. Die Kraft der Antriebsfeder;
  4. Das Malteserkreuz-System;
  5. Die Glocken mit ihren Schlägeln.


Abb.4

  Abbildung 4 zeigt eine rund geformte Sperrklinke, die in den Zahnkranz des Federgehäuses eingreift. Bei dieser Anordnung ist bereits ein Unfall vorprogrammiert, der nur noch auf seine Auslösung wartet. Das Sperrsystem ist nicht mit der Grundplatte über Indexstifte fixiert. Wenn sich diese Anordnung aus irgendwelchen Gründen lösen sollte, kann sich die Federkraft entspannen und das Federgehäuse wird in Rotation versetzt (es entsteht ein so genannter "run"). Auch die abgerundeten Zähne des Zahnkranzes machen solch einen "run" eher wahrscheinlich.


Abb.5

  Abbildung 5 zeigt den Zahnkranz eines Federgehäuses, in den ein seitlich radial wirkender Sperrhebel eingreift. Dies ist wegen des ungleichmäßigen Eingriffes des Sperrhebels in die Zähne des Zahnkranzes (kein gleichmäßig verteiltes Tragbild) eine eher unelegante Konstruktionslösung. Allerdings sind die Zähne schon wie bei der sonst üblichen typischen Sperrradform gefertigt. Vermutlich war dies wohl die endgültige Version.

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