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Freitag, 2. Dezember 2022

[Zum 100. Todestag des Daniel Imhof (1825 - 1900)]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

Zum 100. Todestag des Daniel Imhof (1825 - 1900)

von Hans Wolfer und Erich Willmann, aus: Das Mechanische Musikinstrument

Seite 7

Im Jahre 1917 findet man im Handelsregister den Kaufmann Albert Karl Imhof, der Sohn des Albert Imhof, als persönlich haftenden Gesellschafter eingetragen.5 1924 heiratet Albert Karl die aus Kappel bei Neustadt stammende Emilie Weiser. Am 19. März 1925 wurde ihnen die Tochter Liselotte geboren, die heute als Letzte mit dem Namen Imhof aus der Linie des Daniel Imhof mit einem Sohn und zwei Töchtern in Zürich lebt. Albert Karl führte die Firma Imhof & Mukle bis zum Jahre 1930, als man unter dem Siegeszug des Grammophons und Radios die Firma schließen musste. Er zog dann mit Frau und Tochter nach Straßburg und trat in das große Eisen- und Metallwarengeschäft von Carl Weiser ein.
Nach dem Kriege war Albert Karl Imhof Ratschreiber und noch im hohen Alter Kursekretär in Kappel. Er betätigte sich in dieser Zeit auch als Heimatforscher und befasste sich mit der Geschichte der Firma Imhof & Mukle. Albert Karl Imhof verstarb am 5. Juli 1977 in Neustadt. Seine Frau Emilie folgte ihm am 26. März 1978; beide sind im Familiengrab der Weiser in Kappel beigesetzt.

Daniel Imhof 1895 (Foto: Archiv Gerssen)

Das Foto wurde laut einer Mitteilung von Herrn Gerssen in Neustadt im Schwarzwald aufgenommen.

Kommen wir noch einmal auf den Stammvater Daniel Imhof zurück, der auch als genialer Erfinder - er besaß mehrere auf seinen Namen eingetragene Patente - zu würdigen ist. Auch als Komponist vieler Musikstücke war er ein großer Meister. Diese Gabe vererbte sich auf seine Söhne und Enkel. In Vöhrenbach war Albert Imhof noch im Alter von 70 Jahren Dirigent der Stadtkapelle (1931-1936), sein Sohn Albert Karl genoss eine Ausbildung am Konservatorium in Leipzig und galt als ein Genie auf dem Klavier. Nachdem im ehemaligen Mittelpunkt des Schwarzwälder Orchestrionsbaues seit Jahrzehnten kein Orchestrion mehr zu hören war, konnte der "Arbeitskreis Stadtgeschichte" der Heimatgilde e.V. dank der Spendenfreudigkeit der Vöhrenbacher Bevölkerung im Jahre 1998 wieder ein Orchestrion von Imhof & Mukle erwerben, das heute an präsenter Stelle im Eingangsbereich des Rathauses zu sehen und zu hören ist. Dieses Instrument dürfte zum 100. Todestag von Daniel Imhof und auch zu dessen 175. Geburtstag ein mehr als würdiges Denkmal sein, um die Erinnerung an die einstige Weltfirma Imhof & Mukle wach zu halten.

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