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Freitag, 2. Dezember 2022

[Zum 100. Todestag des Daniel Imhof (1825 - 1900)]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

Zum 100. Todestag des Daniel Imhof (1825 - 1900)

von Hans Wolfer und Erich Willmann, aus: Das Mechanische Musikinstrument

Seite 6

Original-Prospektzeichnung des wohl größten von Imhof & Mukle gebauten Orchestrions für den Yockey-Club in New York. Diese eindrucksvolle Darstellung ist im Besitz von Frau Liselotte Heynen-Imhof und war auf der Vöhrenbacher Imhof-Ausstellung im Juli 2000 erstmals öffentlich zu sehen.

Auch wenn man noch vieles über die Orchestrione von Imhof & Mukle berichten könnte, so mag an dieser Stelle diese kleine Auswahl genügen.

In den 80er Jahren kehrten die Töchter und zwei Söhne von Daniel Imhof nach England zurück. Alfred und Charles (Karl) übernahmen die Niederlassung in London.

Sohn Albert (* 24. 08. 1863, † 05. 07. 1942) blieb in Vöhrenbach, sein Cousin Josef Imhof aus Unterglottertal (Sohn eines Bruders von Daniel Imhof) trat als Teilhaber in die Firma ein. Veröffentlichungen mit der Aussage, dass die beiden jungen Männer schon ab 1881 die Firma eigenständig führten, erscheinen nicht realistisch, denn Albert war damals erst 18 Jahre alt. Ein Eintrag im Handelsregister beim Amtsgericht Villingen weist jedoch aus, dass im Januar 1889 eine offene Handelsgesellschaft gegründet wurde und beide als Teilhaber eingetragen sind.

Albert Imhof, der englischer Staatsbürger war, heiratete am 8. Juni 1892 Wilhelmine Kromer (genannt "Mimi"), eine Tochter des Sägewerkbesitzers Fritz Kromer aus Hammereisenbach. Aus dieser Ehe stammten der am 17. September 1895 in Vöhrenbach geborene Sohn Albert Karl und die musikalische Tochter Alice, die leider schon im Jahre 1920 im blühenden Alter von erst 22 Jahren verstarb. Mit ihr ging ein großes Gesangstalent verloren.
Albert Imhof starb am 5. Juni 1942 in Donaueschingen, seine Frau Wilhelmine am 12. September des gleichen Jahres in Furtwangen. Beide wurden auf dem Friedhof in Vöhrenbach beigesetzt. Der schöne Grabstein mit dem Hinweis Orchestrionbauer ist leider nicht erhalten. Er wurde entsorgt, anstatt durch ihn die Erinnerung an eine Zeit, zu der Vöhrenbach eine blühende Orchestrionstadt war, aufrecht zu erhalten.

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