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Sonntag, 26. Mai 2019

[Zum 100. Todestag des Daniel Imhof (1825 - 1900)]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

Zum 100. Todestag des Daniel Imhof (1825 - 1900)

von Hans Wolfer und Erich Willmann, aus: Das Mechanische Musikinstrument

Seite 3

Am 3. Februar 1851 heiratete Daniel Imhof die aus Amsterdam stammende Anna Elisabeth Fackler1, als Wohnung ist im Ehevertrag die 15. St. Johnstr. angegeben. Aus dieser Ehe gingen 10 Kinder hervor, sieben Mädchen und die drei Söhne Alfred, Karl (Charles) und Albert. Anna Elisabeth Fackler starb am 12. Oktober in Croydon und wurde im Grabe ihres Mannes beigesetzt.

In London fing Daniel auch den Handel mit Spieluhren und kleinen Musikwerken an, die er von seinen Schwarzwälder Freunden bezog. Einer dieser Freunde und Geschäftspartner war der "Spieluhren-Heine" (Joseph Heine), ein Bruder des Xaver Heine, einer der Pioniere der Industriegründung im Bregtal, der im Jahre 1852 in Vöhrenbach die Firma X. Heine Triebebau gründete.
Ein weiterer Handelspartner war der Musikwerkebauer Franz Xaver Wehrle aus Schönenbach (Furtwangen) auf dem Moos. Es ist ein Glücksfall, dass es über den Handel mit Daniel Imhof noch Unterlagen gibt. Herr H. Wehrle aus Grenzach-Wyhlen, ein Urenkel von Franz Xaver Wehrle, stellte Frau Heynen-Imhof, einer Urenkelin des Daniel Imhof, diese Unterlagen zur Verfügung. Es würde zu weit führen, im Rahmen dieses Beitrags über Einzelheiten dieser Geschäftsverbindung zu berichten. Nur so viel sei gesagt: Wir erleben aus diesen Unterlagen den Überlebenskampf der Musikwerkebauer im Bregtal, denen durch den Krimkrieg 1853-1856 der Hauptabnehmer ausfiel. Zahlungen gingen, wenn überhaupt, nur in Teilbeträgen ein, und vielfach war Daniel Imhof für seine Kollegen der Retter in der Not. Berichtet wird auch über die Gründung der Firma Imhof & Co., die ihren Sitz in der Bedford Street 9 hatte (der Compagnon soll Leopold Mukle gewesen sein). Aus einem Brief erfahren wir über die Gründung der Firma Imhof & Mukle in London im Jahre 1855. Von Imhofs Geschäftspartner Leopold Mukle weißt man nicht viel. Fest steht jedoch, dass er aus Furtwangen stammte und dass sein Vater der bekannte Spieluhrenbauer Christian Mukle (ein Schüler von Martin Blessing) war. Leopold Mukle dürfte etwas älter als Daniel Imhof gewesen sein. Mehr weiß man von Leopolds Bruder Joseph Mukle, der die väterliche Werkstätte übernahm, aus der noch Orchestrione in Museen erhalten sind.

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