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Dienstag, 27. September 2022

[Flötenwerke im Wettbewerb auf der Gewerbeausstellung 1884 in St. Georgen]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

Flötenwerke im Wettbewerb auf der Gewerbeausstellung 1884 in St. Georgen

von Helmut Kahlert, aus: Das Mechanische Musikinstrument

Seite 2

Furtwangen: J. Kuß und Söhne
J. Mukle
Sebastian Kr[...]
Roman Zähringer
Freiburg: M. Welte und Söhne
Lenzkirch: Fr. Keller
Unterkirnach: Wolfgang Blessing
Ambros Weisser
Villingen: Josef Benz[?]
Tobias Heitzmann
L. J. Schönstein
Josef Stern
Vöhrenbach: Gordian Dold
F. H. Heine
Imhof und Mukle

Es wurde beschlossen, in Zusammenhang mit der Gewerbeausstellung 1884 in St. Georgen einen Wettbewerb auszuschreiben, wobei die Geldpreise teils vom Staat, teils von den Gewerbevereinen aufgebracht werden sollten. Drei handgeschriebene Seiten umfassen die "Bestimmungen für die Preisbewertung von Flötenwerken", daraus einige Forderungen:

§ 2 Das Flötenwerk muß sechs Walzen haben, deren Durchmesser 18 cm nicht überschreiten darf. Außer der Zeit für An- und Auslaufen hat die Umlaufzeit 5 ¼ Minuten zu betragen. Die Walzen müssen von vorne in das Werk eingelegt werden können.
§ 3 Das Werk enthält zwischen 50 und 60 Clavis mit chromatischer Tonleiter von Bass F bis dreigestrichenem B mit 3 Registern.
§ 4 Es dürfen nur Holz- und Zinnpfeifen zur Verwendung kommen.
§ 5 Das Werk ohne Kasten darf ein lichtes Maß von 1,30 m Breite und 0,85 m Tiefe nicht überschreiten.
§ 6 Das Werk muß zwei bestimmte Stücke spielen, für die übrigen Stücke bleibt dem Bewerber die Wahl unter 10 anderen vorausbezeichneten freigestellt.
Vorgeschrieben werden:
Arie 5 aus dem 2. Acte der Oper "Robert der Teufel" [von Giacomo Meyerbeer. Der Verf.]. Violinkonzert in E moll von Mendelsohn [Anm. d. Verf.: An dessen Stelle trat beim Wettbewerb das Klavierkonzert in C von Carl Maria von Weber.].
Die Partituren für die 2 Pflichtstücke und für die Wahlstücke werden von Musiklehrer Fendrich (Vöhrenbach) gesetzt, von welchem dieselben unentgeltlich zu beziehen sind.
§ 8 Der Preis des ganzen Werkes darf den Betrag von 1800 M[ark] nicht überschreiten; von letzterem dürfen auf den Kasten nicht mehr als 350 Mark zur Verwendung kommen. [...]


Deckblatt des Katalogs zur Ausstellung in St. Georgen 1884.

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