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Dienstag, 25. Juni 2019

[Notensatzprogramme verdrängen traditionellen Notenstich]

Musikzeitschriften im Portrait: Intermusik

Notensatzprogramme verdrängen traditionellen Notenstich

Seite 2

Capella 2000

Hersteller: WHC, An der Söhrebahn 4, 38318 Söhrewald, Tel.: 05608-3923, Fax: 05608-4651 Preis: 288,- DM, Update von Version 2.2: 148,- DM.
Systemanforderungen: Windows 95, Windows 98 oder Windows NT, Maus, beliebiger grafikfähiger Drucker, der von Windows unterstützt wird. Von Vorteil: General-MIDI fähige Soundkarte und MIDI-Keyboard.
Dieses sehr preiswerte Programm (Programm und Handbuch in deutscher Sprache) mit einem überschaubaren Funktionsumfang ist auf Zielgruppen ausgerichtet, die nach kurzer Einarbeitungszeit zu ansehnlichen Ergebnissen kommen möchten, ohne den Anspruch zu haben, für ein renommiertes Verlagshaus die Druckvorlage einer zeitgenössischen Oper zu erstellen. Das Programm folgt den üblichen Windows Standards, was die Einarbeitung erleichtern dürfte. Das sehr knapp gehaltene Handbuch in deutscher Sprache (etwa 100 Seiten) wird ergänzt durch ein Tutorium auf der Programm-CD, das in didaktisch gut aufbereiteter Form in grundlegende Programmfunktionen einführt. Die Noteneingabe ist auf verschiedene Arten möglich. Grundsätzlich lassen sich drei verschieden Arten der Eingabe unterscheiden: Tastatur, Maus oder MIDI-Keyboard lassen sich einzeln oder kombiniert benutzen. Die Tasten c - h geben die Tonhöhe ein, die Zahlen (praktischerweise die des Nummernblocks) geben den rhythmischen Wert vor.
Alternativ kann in der sog. "Step entry" die Tonhöhe mit dem Keyboard eingegeben werden. Die "Real time entry" erlaubt das rhythmische Einspielen zum Metronomschlag, das "Mausklavier" ermöglicht Rhythmus und Tonhöhe mit der Maus einzugeben. Sehr praktisch sind die Vorlagen, die neben der Formatierung und Stimmenbezeichnung auch direkt die richtigen MIDI-Einstellungen vorgeben, so daß - eine General-MIDI fähige Soundkarte vorausgesetzt - sofort nach der Noteneingabe in der passenden Instrumentierung Korrektur gehört werden kann.

Bemerkenswert:
Interessant für Lehrer dürfte die Möglichkeit sein, alle Objekte farbig anlegen zu können. Bis zu sechs Stimmen lassen sich polyphon in einem System darstellen, was Streicher und Gitarristen schätzen dürften. Das integrierte Zeichenprogramm kettet eingefügte Objekte an Noten, so daß sie bei Änderungen im Layout mitwandern. Sehr leichte Exportfunktion über die Zwischenablage (im Windows-Metafile-Format, das leider häufig unangenehme Überraschungen im Druckergebnis bringt), um in Text-, Grafik oder Layoutprogramm Notenbeispiele einfügen zu können. Jeder Bearbeitungsschritt kann in beliebiger Tiefe rückgängig gemacht werden. Die Verwaltung von Grafikobjekten in Galerien erleichtert die Arbeit mit häufig benötigten Zeichen. Es ist zusätzlich eine CD erhältlich (48,- DM) die über 2400 fertige Partituren zur freien Verwendung bereitstellt.

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