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Samstag, 16. Oktober 2021

[Der Trompeterautomat von Seyffert und Heinrich aus den Jahren 1816/1817]

Musikzeitschriften im Portrait: Das Mechanische Musikinstrument

Der Trompeterautomat von Seyffert und Heinrich aus den Jahren 1816/1817

von Egon Weißflog, aus: Das Mechanische Musikinstrument

Seite 2

Im Gegensatz zum Trompeter von Gottfried und Friedrich Kaufmann (1810/1812) ist der vorgestellte kompakter ausgeführt. Das Werk und der Körper sind getrennt hergestellt. Im ausgearbeitetem Hohlkörper wird das Werk als ein in sich geschlossenes Bauteil ("Modul") eingesetzt. Der Trompeter von Kaufmann hingegen wurde als Gesamtheit gestaltet, die Werkträgerteile bilden gleichzeitig auch den Körper der Trompeters.
Die Energiequelle bilden zwei Federhäuser mit je zwei Zugfedern. Die mit einer Stellung versehenen Federhäuser sind mit einem Stahlseil hintereinander geschaltet. Offensichtlich war ursprünglich eine Kette oder eine Darmsaite vorhanden, denn Stahldrahtseile werden erstmals 1834 im Harzer Silberbergbau erwähnt. Die Ablaufgeschwindigkeit kann über die Vorspannung der Federn und durch das Verstellen der Windfangflügel korrigiert werden. Über eine Schnecke mit Stahlseil wird das Laufwerk bis zum Windfang angetrieben, ein Zwischenrad nach dem Schneckenrad treibt die Musikwalze an, das Schneckenrad des Windfanges bewegt den Schöpfer des Blasebalges.

Das Werk ist zwischen drei massiven Messingplatinen gelagert, dabei ist die linke Platine durchgehend, die rechte Seite ist in eine Laufwerks- und eine Musikwerkplatine aufgeteilt, wobei der Musikteil einen größeren Platinenabstand hat.

Foto: Wolfgang Freund
Unter der abgenommenen Rückenplatte des Trompeters:
Das Instrument mit Antrieb (unten), Walze, Spielmechanik,
Gebläse (oben) und Zungenstiefel (Mitte oben).

2.2. Antrieb des Blasebalges

Das Windfangrad hat eine Kurbelscheibe, welche die Hubstange für den Schöpfer bewegt. Eine über das Walzenrad gesteuerte Anhaltevorrichtung stoppt den Windfang nach zwei Walzenumdrehungen.

Beim Ende des Spieles hält ein einrastender Hebel den Magazinbalg in geöffneter Position, damit beim erneuten Auslösen sofort Winddruck vorhanden ist.

2.3. Antrieb und Steuerung der Walze

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