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Donnerstag, 7. Juli 2022

[Die neue Orgel im großen Sendesaal des China National Radio zu Peking
                     des China National Radio zu Peking]

Musikzeitschriften im Portrait: organ

Die neue Orgel im großen Sendesaal des China National Radio zu Peking des China National Radio zu Peking

ie Erste Konzertsaalorgel Chinas kommt aus Rheinland-Pfalz

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Klangliche, technische und architektonische Aspekte der neuen CNR-Orgel in Peking
Von Jean Claude Kaegi

Klanglich soll die neue Orgel im Sendesaal des CNR ein möglichst breites Literaturspektrum abdecken. Es wird von einer Konzertorgel mit Selbstverständlichkeit erwartet, dass ein Großteil der Konzertliteratur aus zwei Jahrhunderten darauf so interpretiert werden kann, dass sich dem Hörer das jeweilige Werk in seiner Stilistik plausibel erschließt. Außerdem soll und muss eine Konzertsaalorgel wie im Pekinger Sendesaal mit großem Symphonieorchester integrierend und solistisch zugleich eingesetzt werden können, ebenso freilich als Begleitinstrument für Choraufführungen. Selbst in den größten Konzertsälen mit deutlich über 2000 Plätzen herrscht naturgemäß eine Akustik vor, die in erster Linie orchestrale Musik bevorzugt, was einem Nachhall bei besetztem Raum von weniger als zwei Sekunden entspricht. In Kirchen von vergleichbarer Größe ist ein Nachhall von vier bis acht Sekunden (und nicht selten auch mehr) hingegen nichts Ungewöhnliches. Darauf muss der Orgelbauer mit entsprechend satt berechneten Werten der Weitenmensur der Register reagieren. Bei der Disposition sind durchaus Spielregister wie Glockenspiel und Cymbelstern eine wünschenswerte Ergänzung zu Labial- und Lingualpfeifen.

Technische Aspekte

Hinsichtlich der Verwendung neuester orgelbaulicher Technologie wird man gerade von der Konzerthallenorgel stets mit Selbstverständlichkeit das Optimum voraussetzen. Ebenso ist eine möglichst ergonomische Detailgestaltung in der Handhabung aller Spieltischfunktionen für den - sichtbar - agierenden Konzertorganisten eine enorme Erleichterung während des Konzerts. So ist die Setzeranlage des neuen Pekinger Instruments so einfach zu bedienen und mit völlig eindeutigen Eingabe- und Abruffunktionen versehen, dass auf jegliche zusätzliche Einweisung verzichtet werden konnte: Das System erklärt sich selbst. Auch Registranten - falls sie überhaupt notwendig sind (z. B. zum Umblättern) - können auf einfachste Art mit Sequenzschaltern auf beiden Flanken des Registerstaffelbretts in Wechselwirkung zueinander den Setzer progressiv oder regressiv weiter schalten.

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