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Sonntag, 25. Juni 2017

[Musikalische Impulse geben]

Musikzeitschriften im Portrait: Musik & Kirche

Musikalische Impulse geben

Prälat Stephan Dorgerloh über das Jahr „Reformation und Musik“ 2012

von Johannes Mundry, aus: Musik & Kirche 2/2011
Luther ist – wen wundert’s – eine große Nummer für die EKD. Zehn Jahre lang, von 2008 bis 2017, erinnert sie an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren. Die „Lutherdekade“ setzt Jahr für Jahr neue Schwerpunkte. 2012 steht „Reformation und Musik“ im Mittelpunkt. In Wittenberg sitzt die Geschäftsstelle „Luther 2017“ der EKD, wo alle Fäden zusammenlaufen. Prälat Stephan Dorgerloh ist der Beauftragte des Rates der EKD. Er stellte sich Ende Januar den Fragen von Johannes Mundry.

Die EKD erinnert an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren. Warum gleich zehn Jahre lang?
1508 kam der Mönch Martin Luther das erste Mal nach Wittenberg, um an der neugegründeten Universität Vorlesungen zunächst in Philosophie und später erst in Theologie zu halten. Wir fanden 2008, dies sei ein guter Anlass, um frühzeitig auf das internationale Reformationsjubiläum in 2017 hinzuarbeiten. Wichtig war uns dabei die inhaltliche Vorbereitung auf dieses große protestantische Ereignis. Dazu wurde das Konzept der Themenjahre entwickelt, das den breiten Themenbogen der Reformation von Bekenntnis, über Bildung und Freiheit bis hin zu Politik und Toleranz aufnimmt und mit Blick auf das 21. Jahrhundert thematisiert. Zudem sind reformationsgeschichtliche Infrastrukturvorhaben in den kommenden Jahren anzugehen. Im nächsten Jahr ist schon Halbzeit.

Können derartig umfangreiche Feiern und Erinnerungen nicht als Auftrumpfen und Abwenden von einer ohnehin brüchiger gewordenen Ökumene verstanden werden?
1817 und 1917 hatten die Reformationsjubiläen in der Tat einen sehr antirömisch-katholischen Akzent. Dies wird im Jahr 2017 anders sein. Zum einen werden wir erstmalig ein internationales Jubiläum mit allen Kirchen der Reformation feiern können. Zum anderen ist dies eine herausragende Gelegenheit, um das ökumenische Gespräch mit neuen und kräftigen Impulsen zu versehen. Erste gemeinsame Projekte sind auch schon verabredet. Schon in den Anfangsjahren der Lutherdekade wurde deutlich, dass in der Beschäftigung mit der Reformation, in der kritischen Auseinandersetzung mit den Reformatoren wie auch der katholischen Reaktion, vielfältige Impulse für das ökumenische Gespräch liegen. Ich bin davon überzeugt, dass die Lutherdekade und das Reformationsjubiläum gute Chancen bieten, neu mit einander über Grundfragen des Glaubens und des Kircheseins im 21. Jahrhundert ins Gespräch zu kommen.

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