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Samstag, 21. Juli 2018

[Klavierduo Theiner-Breitner und 10 Jahre Verein

Musikzeitschriften im Portrait: Österreichische Musikzeitschrift

Klavierduo Theiner-Breitner und 10 Jahre Verein "WortTonArt"

Liselotte Theiner und Walter Breitner im Gespräch mit Christian Heindl

von Christian Heindl, aus: Österreichische Musikzeitschrift 06/2009
Es ist keineswegs despektierlich, Liselotte „Lilo“ Theiner als ein „Urgestein“ der österreichischen Gegenwartsmusik zu bezeichnen. Durch ihre langjährige Arbeit am Institut für Österreichische Musikdokumentation erwies sie sich dem jeweiligen Gegenüber stets als wertvolle Partnerin bei der Betreuung kompositorischer Vorlässe ebenso wie bei Nachlassaufarbeitungen. Diese musikwissenschaftliche Seite ergänzte sie immer wieder durch ihre federführende Organisation der die Ausstellungen des Instituts begleitenden Konzertveranstaltungen, bei denen sie solistisch, begleitend sowie als Kammermusikpartnerin so gut wie nichts nicht spielte. Und dort, wo so mancher Interpret eine Mitwirkung abgesagt hätte unter Hinweis darauf, dieses oder jenes Stück eines zeitgenössischen österreichischen Komponisten zu den bescheidenen Honorarbedingungen für eine einzige Aufführung vor einem eher intimen Kreis gar nicht erst einstudieren zu wollen, stellte sie sich scheint’s ohne Zögern auch den technisch anspruchsvollsten Aufgaben und rettete so in vielen Fällen das dramaturgische Konzept eines Abends. Ist somit ihr solistisches Repertoire bereits gewaltig, so war seit jeher auch die vierhändige Literatur für sie von besonderem Reiz, was seit Beginn der 1990er-Jahre durch die Zusammenarbeit mit Walter Breitner auch Spezialisierung in Form eines fixen Ensembles, des Duos Theiner – Breitner, erfuhr.

Liselotte Theiner: Ich habe schon viel in Duoformationen gespielt, bis zu meiner Babypause. Und dann kam Walter! Wir kennen einander länger als fünfzehn Jahre. Seine Frau arbeitete mit mir im Institut für Musikdokumentation zusammen und meinte einmal: „Du hast doch zwei Klaviere. Walter würde gerne mit dir spielen!“ – Er kam, und wir haben uns auf Anhieb verstanden, zumal wir ja beide auch Philologen sind und Kunst- und Musikwissenschaften studiert haben.

Walter Breitner: Als Korrepetitor und Studienleiter in Linz habe ich auch schon vierhändige Erfahrungen gesammelt und etwa mit Hans Langer Aufnahmen von Milhauds Scaramouche und der Kelterborn-Sonate gemacht. Es ist nur leider so, dass man sich beim Korrepetieren die Technik verdirbt, und es blieb auch wenig Zeit dafür, auch zum Komponieren. Das professionelle Klavierspiel begann dann erst wieder mit Lilo. Da kamen uns ihre Erfahrungen von Josef Dichler her sehr zugute.

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