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Freitag, 19. April 2019

[Vorwort]

Musikzeitschriften im Portrait: Österreichische Musikzeitschrift

Vorwort

von Marion Diederichs-Lafite, aus: Österreichische Musikzeitschrift 11/2008

Seite 2

Angesichts dieser Zusammenhänge ist es naheliegend, dass ein Themenzugang über ?Räume? erhellend ist, wie jüngst beim Int. Kongress der Gesellschaft für Musikforschung in Leipzig zu verfolgen: Sowohl ?FrauenMusikRäume? (Klöster, Gärten u.a.; Ltg: Rebecca Grotjahn, Beatrix Borchard, Susanne Rode-Breymann /D alle) als auch besonders ?Salons? (Ltg.: Manuela Schwartz, Sabine Meine /D beide) wurden thematisiert. Bei den Frauen-Streichquartetten und -Ochestern, die sich an der Wende zum 20. Jahrhundert verstärkt bildeten ? wenn auch deutlich sozial separiert ? führt eine wichtige (auch von der Grazer Musik-gender-Forschung, Karin Marsoner und Ingeborg Harer, in Künstlerinnen auf ihren Wegen, 2003) untersuchte) Fährte mit Marie Soldat nach Österreich. Das 1. Frauen-Kammerorchester von Österreich (4 S. 49), das sein Engagement immer auch in spezifischen Programmen zeigt, verdankt sich jedoch der Initiativen der Achtzigerjahre, die ? logischerweise ? bis zum Erreichen einer ?Symmetrie? (A. Huber) zu halten und fördern sind.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts soll nun ein auf gutem Wege befindlicher Prozess durch die Initiative dieses Heftes (und des in Parallele entwickelten frauen/ musik österreich), wozu auch das vorangegangene Heft über Mäzeninnen thematisch passte, intensiviert werden bzw. in die Breite wirken. (Dabei erwiesen sich Einzelportraits nur bei Komponistinnen und Dirigentinnen als sinnvoll, wobei bei ersteren Dopplungen mit der laufenden publizistischen Tätigkeit der letzten Zeit vermieden werden sollten; entsprechende Hinweise, wie auch solche auf den ?Echo?-Teil sollen hier erweiternd helfen.) Mein Dank gilt den fünf Autorinnen dieses Heftes ? Elena Ostleitner, Annegret Huber, Andrea Seebohm, Monika Mertl und Renate Böck. Und wenn sich auch in die Gender-Thematik bislang nicht allzuviele ?Quotenmänner? (© Horst Weber, zudem u.a. Diether de la Motte, Wolfgang Seierl 4 S. 74, oder in diesem Heft redaktionsbedingt Daniel Ender, der den Großteil der Komponistinnenportraits endgestaltet hat) mischen, so sei doch betont, dass sich dieses Heft nicht als Frauen-Power gegen Männer sondern als Gender-Beitrag mit Männern versteht. Dabei haben je jüngere Generationen je weniger Probleme damit ? zumindest in mitteleuropäischer bzw. anglo-amerikanischer Perspektive ?, sodass man auch hier den ?Symmetrisierungs-Prozess? bemerken kann.

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