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Samstag, 21. Juli 2018

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Musikzeitschriften im Portrait: Österreichische Musikzeitschrift

"Irgendetwas muss man richtig gemacht haben!"

Das Acies-Quartett im Gespräch

von Doris Weberberger, aus: Österreichische Musikzeitschrift 06/2008

Doris Weberberger: Wie kommt man als junger Mensch dazu, in einem Quartett zu spielen?

Benjamin Ziervogel: Der Nachwuchswettbewerb „Prima la musica“ war dafür sehr wichtig, weil man schon als junger Musiker die Möglichkeit bekommt, in einem Ensemble anzutreten. Wenn man als Kind mit einem Instrument anfängt, denkt man in erster Linie daran, wie man selber spielt. Erst später kommt man auf die Idee, mit anderen zusammen zu spielen. Über Prima la musica hat es sich ergeben, dass man sich denkt: Das macht Spaß, das funktioniert auch gut – wir sind dabei geblieben und das Quartett-Spiel ist nach und nach zu einer festeren Größe im eigenen Leben geworden.

D. W.: Sie haben Meisterkurse bei zahlreichen namhaften Quartetten absolviert. Welche Meisterkurse waren für Sie besonders wichtig?

B. Z.: Ich möchte nicht sagen, dass einer wichtiger war als die anderen, es kommt immer darauf an, mit welchen Lehrern man gut harmoniert. In unserem Fall ist es so, dass wir mit den Mitgliedern des Berg-Quartetts unglaublich gut zusammenarbeiten können. Wir haben auch den Eindruck, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Sehr prägend war für uns die Schubertiade in Schwarzenberg bei Günter Pichler; dieser Meisterkurs war sehr intensiv, was sich im Nachhinein auch beim Wettbewerb „Gradus ad parnassum“ so positiv ausgewirkt hat. Unser Ziel ist es, bei den Mitgliedern des Berg-Quartetts zu studieren, weil wir das Gefühl haben, dass sie aus uns das Maximum herausholen können – da stimmt die Chemie.

D. W.: ... man liest von Ihnen als potentielle Nachfolger des Alban Berg Quartetts ...

B. Z.: Das ist weit hergeholt, schließlich sind wir alle erst 25, wir selbst trauen uns das nicht in den Mund zu nehmen. Das sind große Vorschuss-Lorbeeren – je größer die sind, desto mehr muss man ihnen gerecht werden, was auch nicht einfach ist ...

D. W.: Wie geht man mit diesem Druck um?

B. Z.: Am besten, man macht einfach weiter wie zuvor, denn ganz falsch wird es nicht gewesen sein; im Gegenteil: Man muss irgendetwas richtig gemacht haben. Ich denke, bei uns ist das Ganze daraus entstanden, dass wir früh gelernt haben, gut zu arbeiten und die Probenzeit sehr effizient nutzen, schließlich ist diese auch nur begrenzt.

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