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Freitag, 22. März 2019

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Reveries - romantic music for horn and piano

Hornist Felix Klieser im Interview

Der junge Hornist Felix Klieser ist ein Ausnahmetalent. Nicht allein, dass er mit seinen 22 Jahren bereits zu den besten Hornisten der Welt gehört, sondern dass er sein Instrument trotz seines Handicaps perfekt beherrscht. Felix Klieser ist ohne Arme geboren und spielt Horn mit den Füßen. Wie geht das? „Kein Problem" sagt der junge Künstler und zeigt sein Stativ. Daran hängt - in Kopfhöhe fixiert -- sein Instrument. Er sitzt dahinter und lässt seinen Fuß das übernehmen, was andere Hornisten mit der linken Hand tun: die Ventile bedienen. Bereits als Fünfjähriger erhält er Hornunterricht, nachdem er seine Eltern von seiner festen Absicht überzeugte, dieses Instrument zu lernen. Felix Klieser erweist sich als hochtalentiert -- mit 17 wird er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, er ist Bundespreisträger im Wettbewerb „Jugend musiziert" und wird mit dem „Life Award" in der Kategorie „Kunst und Kultur" ausgezeichnet. Klieser gastiert unter Sir Simon Rattle in der Berliner Philharmonie und konzertiert mit Sting auf dessen Welttournee. 2011 nimmt er in Hannover das reguläre Musikstudium auf. Dort lernt er den Pianisten Christof Keymer kennen, der ihn seitdem am Klavier begleitet. Mit „Reveries" präsentiert der sympathische Künstler sein Debüt-Album -- das in Koproduktion mit dem Bayrischen Rundfunk entstanden ist. Das Repertoire, romantische Werke für Horn und Klavier, hat er selbst ausgewählt. „Die Zeit der Romantik hat mich von Anfang an fasziniert", so Klieser. In keiner Epoche kommt die Klangvielfalt des Instrumentes besser zur Geltung. Schon Schumann schwärmte „Das Horn ist die Seele des Orchesters". Dieser erkannte die musikalischen Möglichkeiten des damals neuartigen Ventilhorns und schrieb eine der bekanntesten Kompositionen für Horn und Klavier. Für Felix Klieser war die Hommage Schumanns an das Horn Ansporn und Quelle der Inspiration zugleich. Für sein Debüt-Album wählte er neben Schumanns Adagio und Allegro verschiedenste Werke von Komponisten aus Frankreich, Russland und Deutschland. Abwechslungsreich ist die Auswahl, reizvoll die Stimmungsbilder. „Es sind so verschiedene Kulturen, aber alle aus einer Zeit", sagt der junge Hornist. „Es war damals eine Zeit des Umbruchs, es herrschte Aufbruchstimmung und dies ist in der Musik fühlbar." Wen wundert's, dass sich Felix Klieser für diese Zeit begeistert - befindet er sich doch selbst auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt.

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