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Montag, 4. Juli 2022

Kurt Witterstätter

Osterfestspiele Baden-Baden Live und Online ohne Abkehr nach Salzburg

Berliner bleiben der Kurstadt treu

Kurt Witterstätter am 13.03.2021 um 03:43 Uhr


Berlin bleibt der Kurstadt treu

 

Osterfestspiele Baden-Baden Online und Live ohne Abkehr nach Salzburg

 

Mit einem Spagat will Benedikt Stampa die Osterfestspiele seines Festspielhauses Baden-Baden mit den Berliner Philhamonikern noch für dieses Jahr 2021 retten: Um Ostern selbst soll es vom 1. bis 6. April 2021 einen Mix aus Live-Kammerkonzerten und Online abrufbaren Aufnahmen geben. Solisten der Philharmoniker reisen dazu für Direkt-Konzerte in kleiner Besetzung in die Kurstadt. Daneben können Konzerte des Orchesters aus Berlin abgerufen werden, darunter eine konzertante „Mazeppa“ Tschaikowskys. Online sind auch die niederländischen Jussen-Klavierbrüder sowie die Sopranistin Diana Damrau mit von der Partie, wie Stampa in seiner Online-Pressekonferenz ausführte.

 

Vom 6. bis 9. Mai 2021 ist dann aber Kirill Petrenko mit dem gesamten Orchester aus Berlin an der Oos: Für zwei konzertante Aufführungen von Tschaikowskys Oper „Mazeppa“ (mitOlga Peretyatko und Wladislaw Sulimsky) und für zwei Sinfoniekonzerte. Möglich wurde dies, weil das diesjährige Europakonzert der Berliner in Barcelona mit anschließender Spanien-Tournee wegen zu hoher sanitärer und infektologischer Auflagen gestrichen wurde. Man will an diesen vier verschobenen Live-Osterfestspielabenden anfang Mai 2021 je rund 500 Musikfreunde in das 2.500 Personen fassende Festspielhaus lassen, um wenigstens einem Teil des treuen Baden-Badner Publikums wieder zu begegnen, wie Intendantin Andrea Zietzschmann versicherte. Der Beginn des Vorverkaufs ist im Hinblick auf die sanitären Planungen erst für 9. April 2021 vorgesehen.

 

Die Berliner bleiben aber auch fernerhin der badischen Kurstadt treu. In Umrissen wurden die Osterfestspiele 2022 angedeutet, die vom 9. bis 18. April 2022 auch wieder an Baden-Badens russische Eldorado-Tradition aus dem 19. Jahrhundert mit den Aufenthalten Puschkins, Turgenjews und Dostojewskis anknüpfen: Petrenko plant hier mit seiner in einer Zuschaltung bekräftigten „Liebe zur großen Oper“ für sein Orchester Aufführungen von Tschaikowskys Opern „Yolanthe“ und „Pique Dame“ mit Sonja Yonschewa und Asmik Grigorian sowie Rachmaninows Orchesterlieder mit Anna Netrebko. In den Orchesterkonzerten der Berliner sollen Strawinskys Ballettmusiken zu „Feuervogel“ (unter Petrenko mit Netrebko), „Petruschka“ (unter François-Xavier Roth) und „Sacre du Printemps“ (unter Andris Nelsons) erklingen. Der Vorverkauf soll bereits am 18. März 2021 beginnen (Tel. 07221.3013101 bzw. www.festspielhaus.de).

 

Auch für die Osterfestspiele 2023 und 2024 sind für die Mitwirkung der Berliner Philharmoniker in Baden-Baden schon Vorüberlegungen getroffen worden. Damit teilte die zugeschaltete Berliner Intendantin Zietzschmann Gerüchten eine Absage, das Berliner Eliteorchester wolle sich kürzer-fristig auch über Ostern wieder gen Salzburg orientieren.

 

Prof. Kurt Witterstätter


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