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Montag, 4. Juli 2022

Kurt Witterstätter

Jossi Wieler inszeniert an Rheinoper Sraßburg

Entree für Ex-Chef

Kurt Witterstätter am 22.04.2018 um 09:46 Uhr


Entree für Ex-Chef

 

Jossi Wieler inszeniert 2018/19 an der Straßburger Rheinoper

 

Von Prof. Kurt Witterstätter

 

Unter Jossi Wieler amtierte Eva Kleinitz (45) bis 2017 als stellvertretende Operndirektorin in Stuttgart. Danach übernahm sie als Intendantin die Leitung der elsässischen „Opéra National du Rhin“ in Straßburg. In ihrer nun angekündigten zweiten Spielzeit dort lädt sie ihren ehemaligen Stuttgarter Chef Jossi Wieler (gemeinsam mit Sergio Morabito) zur Inszenierung von Webers „Freischütz“ im April 2019 ein: Zur ersten Regie-Arbeit des Schweizers in Frankreich überhaupt.

 

Ihre Elsässische Rheinoper will Kleinitz in ihrer zweiten Saison 2018/19 „einem noch breiteren Publikum zugänglich machen“, wie sie jetzt bei der Spielplanvorstellung in Straßburg erklärte. Ihr Spielplan enthält neben dem „Freischütz“ mit Rossinis „Barbier“, Mozarts „Don Giovanni“ und Debussys „Pelléas“ mehr zugkräftige Meisterwerke der Opernliteratur als die erste Straßburger Kleinitz-Saison.

 

Entgegen langjähriger Praxis beginnt die neue Saison in Straßburg diesmal nicht mit einer Erstaufführung einer zeitgenössischen Oper im Rahmen des Musica-Festivals. Dafür gibt es am 25. und 27. September mit „Musica“ das von Regisseur Philippe Arlaud angerichtete Chor-Tanz-Mix „Singing Garden“ mit kurzen Chor- und Kammermusik-Stücken von Toshio Hosokawa, Unsuk Chin, Francisco Alvarado und Elena Langer unter der Dirigentin Claire Levacher. Frauen verpflichtet Kleinitz also auch weiter in Leitungsaufgaben, wobei die Franzosen Dirigentinnen nun sogar in Analogie zum „chef d'orchestre“ (männlich) „la cheffe d'orchestre“ benennen.

 

Früh am 18. September startet die neue Straßburger Opernspielzeit mit Rossinis „Barbier von Sevilla“ mit dem Kroaten Leon Kosavic in der Titelrolle und Marina Viotti als Rosina; der Italiener Michele Gamba dirigiert die Mülhausener Sinfoniker. Debussys „Pelléas et Mélisande“ leitet im November Franck Ollu mit Jacques Imbrailo und Anne-Catherine Gillet als Titelpaar; Jean-François Lapointe ist Golo. Zu den Jahresend-Festtagen kredenzt die Rheinoper eine unbekannte Tier-Oper Offenbachs: „Barkouf oder ein Hund an der Macht“.

 

In die Opern-Frühzeit führt im Februar mit Christophe Roussets „Talents Lyriques“ Giovanni Legrenzis Götter-Persiflage „Die Aufteilung der Welt“. Das von Kleinitz kürzlich neu geschaffene Festival „Ars Mondo“ richtet sich im März mit Alberto Ginasteras von Musikchef Marko Letonja geleiteter Oper „Beatrix Cenci“ nach Argentinien. Die Oper wird mit ihrer italienischen Roma-Saga von Mariano Pensotti in spanischer Sprache inszeniert.

 

Den „Freischütz“ Webers leitet im April in ielers Regie der Wiesbadener Generalmusikdirektor Patrick Lange mit der Holländerin Lennecke Ruiten als Agathe, dem Finnen Jussi Myllys als Max und dem deutschen Bariton David Steffens als Caspar. Mozarts „Don Giovanni“ beschließt unter dem Engländer Christan Curnyn im Juni mit Marie-Eve Signeyrole als Regisseurin die zweite Kleinitz-Saison im Elsaß: Den Verführer singt der Russe Nikolai Borchew, seinen Diener Leporello der Österreicher Michael Nagl.

 

Reich bestückt ist auch die Tanz-Saison von Bruno Bouchés „Ballet du Rhin“ von einem neuen „Schwanensee“ des Tunesiers Radouane El Meddeb über den Ausdruckstanz „Der grüne Tisch“ von Kurt Jooss, einen Mahler-Abend, die poetische Tango-Oper „Maria de Buenos Aires“ bei Ars- Mondo-Argentinien bis zu kooperativen Vorstellungen des Rheinopern-Balletts mit den Tanzensembles der Lothringischen Oper Metz und des Basler Theaters.

 

Weitere Infos Telefon 0033.368.987593, Mail  caisse@onr.fr  Internet  www.operanationaldurhin.eu


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