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Montag, 10. Dezember 2018

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Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra im Portrait

Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra

08. Juni - 17. Juni 2018

Unter der Überschrift »Rausch« lädt die 63. ION – Musica Sacra vom 23. Mai bis 1. Juni 2014 zu zehn musikalisch berauschenden Tagen nach Nürnberg ein:

Wir leben in einer Zeit der vermeintlichen Gewissheiten. Kein politischer Beschluss ohne wissenschaftliche Studie, keine Kaufentscheidung ohne Testberichte, kein neues Produkt ohne Marktanalyse. Maximale Kontrolle und Berechenbarkeit, größtmögliche Transparenz und Rationalität. Scheinbar.

Aber der Mensch besteht nicht nur aus Ratio. Er braucht auch Intuition und Leidenschaft. Er ist verführbar. Er berauscht sich an Gefühlen, Dingen, Menschen und Ideen. Deshalb machen Menschen Sport, lesen Bücher, gehen tanzen oder in Konzerte. Deshalb arbeitet Werbung mit Emotionen und nicht mit Excel-Tabellen.

Das Sich-Hingeben bedeutet die Abwesenheit der Ratio, den Kontrollverlust, den Rausch. Sich zu verlieben heißt, sich einem Gefühl vollständig auszuliefern. Und auch die Bibel ist voll mit Geschichten über Rausch, Ekstase, Verzückung und vollkommene Leidenschaft.

Das Programm der 63. ION möchte dazu verführen, sich hinzugeben: Dem Klangrausch, dem Sog der Nacht, der Freude des Festes, dem musikalisch ausgedrückten Verlangen, dem Feiern der Freundschaft, dem Erleben von Gemeinschaft und Ritualen. Spüren Sie der »nüchternen Trunkenheit« mittelalterlicher Mönche nach und gehen Sie mit uns auf die Suche nach den Quellen von Inspiration und Kreativität – und der Stille zwischen der Musik, die jedes Mal anders klingt…

Rausch. Zehn Tage lang. Nur in Nürnberg. Nur bei der ION.

Eröffnet wird das Festival am 23. Mai mit einer Wiederentdeckung: Mehrchörige Kirchenmusik, die der Nürnberger Meister Johann Staden 1625/ 1526 nach dem Vorbild venezianischer Komponisten veröffentlichte. Im Auftaktkonzert ist sie mit dem Windsbacher Knabenchor und zwei hochkarätigen Spezialensembles wieder zu hören. Im weiteren Verlauf lotet das Festival seinem Motto entsprechend verschiedene Arten des (Klang-)Rausches aus, darunter eine ekstatisch-musikalische Marienverehrung durch den Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Peter Dijkstra mit der Geigerin Midori Seiler (25. Mai) oder mit den selten aufgeführten »Vingt regrd sur l′enfant Jésus« von Olivier Messiaen, die der Pianist Martin Helmchen spielt (26. Mai). Das belgischen Ensemble Zefiro Torna und die aus Tunesien stammenden Sängerin Ghalia Benali zeigen die gemeinsamen Wurzeln von Musik aus Orient und Okzident am Beispiel der Liebeslieder aus dem biblischen Hohelied Salomons (28. Mai), die »nüchterne Trunkenheit« der Benediktiner wird durch ein Gregorianik-Projekt erlebbar, das in fünf Konzerten zwischen 6 Uhr morgens und Mitternacht den Lebens-, Arbeits-, Bet- und Singrhythmus mittelalterlicher Mönche nachvollzieht (31. Mai). Das Abschlusskonzert am 1. Juni liegt in den Händen der Staatsphilharmonie Nürnberg mit ihrem GMD Marcus Bosch. Bruckners Sinfonie Nr. 5 B-Dur wird vorbereitet und eingebettet in eine Uraufführung für Perkussionsensemble des jungen Schweizer Schlagzeugers und Komponisten Alexandre Babel. Ein kontinuierlich aus der Stille sich steigernder Klangrausch…

(Selbstdarstellung Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra)


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