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Freitag, 20. April 2018

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Innsbrucker Festwochen im Portrait

Innsbrucker Festwochen

17. Juli - 27. August 2018

Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen. 2016 werden die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 40 Jahre jung. Grund genug für ein rundes Geburtstagsprogramm. Zum Jubiläum kommen alle Saiten der Musik aus Renaissance, Barock und Klassik zum Schwingen: Musik als Begleiter durch das Leben mit festlichen und besinnlichen Tönen zwischen Hell und Dunkel, Freud und Leid, Triumph und Trauer, Dur und Moll, Komödie und Tragödie. Tragicommedia.

Drei Hochzeiten und kein Todesfall im Opernprogramm. Zwei junge Menschen schließen heimlich den Bund fürs Leben und lösen damit größte Turbulenzen aus: Mit "Il matrimonio segreto" von D. Cimarosa (Uraufführung 1792 in Wien) bringt der Künstlerische Leiter Alessandro De Marchi ein Paradestück der Opera buffa auf die Bühne. Geheiratet wird auch in "Le nozze in Sogno", einer Commedia civile, deren Vertonung erst jüngst von italienischen Musikwissenschaftlern als Werk des einstigen Innsbrucker Hofkomponisten P. A. Cesti erkannt wurde. Die Karnevalsoper handelt vom ewigen Generationenkonflikt, von der Verhinderung einer Heirat wider Willen und von einer gewollten Hochzeit, welche die Jugend trickreich gegen die ältere Generation durchsetzt. Ein Stoff wie geschaffen für die BAROCKOPER:JUNG. Ein glückliches Paar werden auch – nach zahlreichen Prüfungen – Tamino und Pamina in W. A. Mozarts Singspiel "Die Zauberflöte", bei den Festwochen 2016 in einer historischen Version für kleines Ensemble als Kinderoper erlebbar. Diesen drei Hochzeiten steht eine Lebensrettung im letzten Moment gegenüber. In C. W. Glucks Oper "Alceste" (Uraufführung 1767 in Wien) ist die Gattin eines Königs bereit, an seiner Stelle zu sterben. Sie wird aber von Gott Apollo aus dem Totenreich ins Leben zurückgeholt und mit ihrem Gatten wieder vereint. Die antike Tragikomödie mit Glucks klassischer Musik wird René Jacobs dirigieren, der von 1976 bis 2009 wesentliche Impulse bei den Festwochen gesetzt hat und der 2016 zurückkehrt.

Jubiläum 40 Jahre Festwochen. Jacobs war es auch, der 1976 die ersten Töne im ersten Konzert bei den Festwochen gesungen hat: eine Kantate des Wiener Hofmusikers Caldara. Der Festwochensommer 2016 beginnt dementsprechend mit Kantaten von Caldara, gesungen von Countertenor Valer Sabadus (19.07.). Das gesamte Programm des ersten Festwochenkonzertes 1976, das auch noch Werke von Bach, Händel und Couperin enthielt, wird im heurigen Jubiläumsjahr am 24.08. wieder geboten. Die im ersten Konzert 1976 vertretenen Komponisten finden sich im Jubiläumsprogramm ebenso mehrfach wieder wie auch die damals präsenten Instrumente Barockvioline, Viola da Gamba und Cembalo, denen 2016 Schwerpunktkonzerte mit dem Geiger Hiro Kurosaki, den Cembalisten Christophe Rousset und Andreas Staier und mit dem Gambenconsort Fretwork sowie mit Gambisten von Les Talens Lyrique gewidmet sind. Die Festwochen feiern mit KünstlerInnen, die hier schon viele Akzente gesetzt haben, wie Giovanni Antonini, Howard Arman, Alfredo Bernardini, Amandine Beyer, Donato di Stefano, Renato Girolami und Lawrence Zazzo.

"Theils ernsthafte, theils scherzende Oden". So wie aus Telemanns Liedersammlung wird in den Jubiläumsfestwochen Musik zwischen sprühendem Witz und feierlichem Ernst zu hören sein: "Fortuna scherzosa" mit der Hamburger Ratsmusik, "The Early Joke" mit den Barokksolistene, das "Ende der Vernunft" mit Il Giardino Armonico, Mozarts "Gran Partita" mit Zefiro, die "Krönungsmesse" unter De Marchis Leitung, "Dowlands Freuden und Leiden" mit Lautenist Thomas Dunford und Musik an der Ebert-Orgel in der "Schwarzmanderkirche" mit Wolfgang Mitterer.

(Selbstdarstellung Innsbrucker Festwochen)


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