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Samstag, 17. November 2018

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Bachwochen Thun im Portrait

Bachwochen Thun

06. August - 11. August 2018

Die Mode kommt, die Mode geht – Bach aber bleibt.

Der Leipziger Meister könnte 2015 seinen 330. Geburtstag feiern, und dennoch ist seine Musik alles andere als alt geworden. Noch heute beeindruckt ihre Lebendigkeit, ihre Wandlungsfähigkeit, ihr Vermögen, auch heute noch zu berühren und zu bewegen. Deshalb gibt es die Bachwochen Thun, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, die Kunst Bachs weiterzutragen und sich von ihr auch immer neu anregen zu lassen. In den vergangenen Jahren haben sich die Bachwochen zu einem wichtigen und geschätzten Beitrag des Thuner Kulturlebens entwickelt, der als Standortfaktor weit über die Region hinausweist.

Grundlage für diese überregionale Ausstrahlung ist insbesondere die klare Positionierung durch den Namensgeber Bach, die mit innovativen Programmen und einem offenen Blick für spannende Kombinationen einhergeht. Zum Renommee der Bachwochen trägt zudem bei, dass die Verantwortlichen ganz bewusst nationalen und internationalen Solisten und Ensembles eine gemeinsame Plattform bieten und mit ihrer Einbindung anderer Regionen und Partner auch zur Vernetzung innerhalb der Schweiz beitragen. Neben bewährten Konzertformaten finden im Programm der Bachwochen immer wieder auch spezielle, interdisziplinäre Programme Platz, in diesem Jahr etwa die Kombination der Musik Bachs mit Balkanmusik, Jazz oder zeitgenössischen Klängen. Damit soll Bachs Werk nicht etwa verwässert werden, sondern neue Reibungspunkte im Heute erfahren und einen fruchtbaren Bogen in die Gegenwart schlagen.

Gar in die Zukunft weist das bereits im vergangenen Jahr eingeführte Familienkonzert, das auch kleine Zuhörer an den Menschen und Musiker Johann Sebastian Bach heranführen soll. Der Holzwurm Holzi weiss dazu am 22. August viel Neues über den Leipziger Meister und seine Erlebnisse zu berichten, ergänzt durch die Klänge des Ensemble Resonanz. Derweil geht die von David Greilsammer geleitete Geneva Camerata neue Wege und präsentiert am 30. August ein Programm zwischen Bach und Balkan. Volksmusik aus Europas Südosten wird mit barocken Meisterwerken kombiniert – eine ohne Zweifel spannende Ausgangslage, die viel Abwechslung verspricht.

Um beim Neuen zu bleiben: Unter dem Titel „Miles to Bach“ stehen am 4. September der Pianist Marcin Grochowina und der Geiger Felix Borel mit Jazzstandards, Improvisationen und Originalwerken Bachs auf der Bühne. Seit Jahrzehnten gilt Bach quasi als ältester Jazzer der Musikgeschichte – und mit ureigenen Interpretationen und Originalität vermag das packende Duo diesen Ansatz fraglos zu untermauern.

Den traditionellen Klavierabend bestreitet in diesem Jahr der junge Luxemburger Francesco Tristano. Neben Auszügen aus Bachs Französischen Suiten wird er am 16. August Eigenkompositionen spielen, die sich mit Bach und seiner Zeit auseinandersetzen und damit im Heute neue Klangaspekte in Bach selbst anklingen lassen werden. Für die Liebhaber des Gesangs geht es klassischer zu: Vokale Perlen und frühbarocke Emotionalität bringt die Sopranistin Anna Prohaska nach Thun. Begleitetet vom Ensemble Arcangelo und dessen Leiter Jonathan Cohen stehen am 9. August unter dem Titel «Lachrymae» in Klang gegossene Tränen von Purcell, Dowland, Scarlatti und Cavalli auf dem Programm. Jonathan Cohen wird zwei Wochen später, am 23. August gleich noch einmal in Thun bzw. nun in Amsoldingen gastieren. Gemeinsam mit dem Cellisten Nicolas Altstaedt prägt er einen zweiteiligen Konzertabend. Während Altstaedt den Reigen zunächst mit Solosuiten von Bach und Dutilleux eröffnen wird, erwarten uns nach einem reichhaltigen Apéro Werke für Cello und Cembalo von Bach, Vivaldi und Gabrielli.

Gute Tradition an den Bachwochen sind Chorkonzerte von hervorragenden Chören. Einen ganz besonderen Genuss verspricht in dieser Hinsicht der Auftritt der Basler Madrigalisten vom 29. August. Der unter der Leitung von Raphael Immoos stehende Profichor setzt Bach dessen Bewunderer Gustav Mahler gegenüber. Klänge aus dessen symphonischem Schaffen, eingerichtet für bis zu 16 Stimmen, kommen in der romanische Kirche Amsoldingen bestimmt wunderbar zur Geltung. Auch der vom Bern Consort unterstützte Berner Kammerchor bringt – als fulminanter Abschluss der Bachwochen Thun 2015 – Bachs Chorschaffen zur Geltung. Mit dem Magnificat und zwei wunderbaren Kantaten stehen dabei unbestreitbare Highlights auf dem Programm.

Zu guter Letzt beziehungsweise zu Beginn der Bachwochen 2015 steht ein Konzert mit gleich drei Solisten aus der Region. Mit dem Berner Flötisten Kaspar Zehnder, dem Geiger und Konzertmeister des Berner Symphonieorchesters Alexis Vincent und dem Thuner Cembalisten Vital Julian Frey hat uns ein ebenso sympathisches wie hochkarätiges Solistentrio zugesagt, das am 7. August den effektvollen Startschuss für eine Saison voller Höhepunkte geben wird.

(Selbstdarstellung Bachwochen Thun)


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