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Samstag, 22. September 2018

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crescendo im Portrait

crescendo

25. Mai - 09. Juni 2018

Musikalischer Hochgenuss bei crescendo2013
Sommerliche Musikfestwochen an der Universität der Künste Berlin

Die Musikfestwochen crescendo2013 gehören zu den Höhepunkten des Studienjahrs an der Universität der Künste Berlin. Vom 24. Mai bis zum 15. Juni präsentieren Studierende und ihre international renommierten Professoren in 30 Konzerten gemeinsam ein hochkarätiges Festivalprogramm. Künstlerischer Leiter ist der ehemalige Erste Solotrompeter der Berliner Philharmoniker Prof. Konradin Groth.

Das Markenzeichen der Musikfestwochen „crescendo“ war von Beginn an die Vielfalt der Musikstile und Präsentationsformen. Bei crescendo2013 kann man erleben, wie sich diese Institution den Titel „Universität der Künste“ immer wieder neu verdient: Symphoniekonzerte finden neben Vorträgen und Ausstellungen statt, Alte Musik trifft auf Uraufführungen, Klavier- und Liederabende stehen in Nachbarschaft zu Jazz und Multimedia Performance. Das große Engagement der Künstlerisch-Pädagogischen Studiengänge hat unter dem Dach von „crescendo“ sogar ein kleines, aber feines Kindermusikfestival entstehen lassen: crescendino.
Kinder für Musik zu begeistern ist Prof. Konradin Groth ein echtes Herzensanliegen. Mit den Konzerten von crescendino möchte er die ganze Bandbreite musikalischer Bildung abdecken. Das beginnt bei Konzerten des Staats- und Domchors Berlin für Kinder ab 4 Jahren und endet bei dem Programm „Stern meets Schwabe“, das die künftigen Profimusikerinnen und -musiker des Julius-Stern-Instituts gemeinsam mit dem renommierten Nachwuchscellisten und ehemaligen Stern-Schüler Gabriel Schwabe gestalten.
Kinder sind in diesem Festival nicht nur Zuhörer. Vielmehr bekommen sie die Möglichkeit, die Welt der Musik aktiv zu erobern. Ein Höhepunkt ist das Musiktheaterstück „Die Schatzsuche“, das Lehramtsstudierende der UdK Berlin gemeinsam mit den Schülern der Reinfelder-Grundschule auf die Bühne bringen. Daneben gibt es Schnupperunterricht bei den Lehrenden des Julius-Stern-Instituts, und der Staats- und Domchor bietet unter dem Titel „Schöne Stimmen gesucht!“ die Möglichkeit, sein eigenes Stimmtalent zu erproben. Bei Begabung steht einer musikalischen Ausbildung zum Staats- und Domchorsänger nichts mehr im Weg! Der Künstlerische Leiter Prof. Konradin Groth tritt in diesem Jahr auch persönlich im Rahmen von crescendino auf: Er leitet ein Blechbläser-Arrangement der berühmten Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“ und bringt dazu seinen Sohn, den bekannten Schauspieler Steffen Groth, als Sprecher mit in die UdK Berlin.

Seit 2003 gibt es die Musikfestwochen „crescendo“. Ins Leben gerufen wurden sie von dem langjährigen Dekan der Fakultät Musik und heutigen Präsidenten der UdK Berlin Prof. Martin Rennert. Ihm war es ein Anliegen, die Arbeit, die täglich in den Räumen der UdK Berlin stattfindet, in die Stadt zu tragen und einem breiten Publikum die hohe künstlerische Qualität der musikalischen Ausbildung an der UdK Berlin nahe zu bringen.
Inzwischen haben sich die Musikfestwochen mit ihren rund 30 Veranstaltungen zu einer festen Größe des Berliner Frühsommers entwickelt. Wie in den Jahren zuvor werden die 11. Musikfestwochen crescendo2013 eingerahmt von zwei Konzerten des Symphonieorchesters der UdK Berlin. Aus Anlass des Paul-Hindemith-Jahrs stehen bedeutende Werke des Meisters der Moderne wie „Mathis der Maler“, der „Schwanendreher“ und die Kammermusik Nr. 3 mit virtuosem Solo-Cello auf dem Programm. Gemeinsam mit den Studierenden betreten dann mit Hartmut Rohde (Viola) und Jens Peter Maintz (Violoncello) bekannte Namen der Klassikszene die Bühne des großen Konzertsaals der UdK Berlin. Für die Studierenden sind diese Konzerte ein ganz besonderes Erlebnis und eine echte Herausforderung. Sie erleben die Hochschulprofessoren nicht nur als fachlich versierte Dozenten ihres eigenen Hauptfachs. Das Zusammenspiel im Orchester lässt sie zu Partner werden. Die erfahrenen und international anerkannten Musiker spielen gemeinsam mit Nachwuchskünstlern. Im Hinblick auf die Gesellschaft, in der wir leben, kann man darin ein zukunftsweisendes Modell der Zusammenarbeit über Generationsgrenzen hinweg sehen.

Außer Paul Hindemith sind auch die anderen Komponisten-Jubilare des Jahres 2013 bei den Konzerten von crescendo2013 vertreten: Von Corelli über Verdi und Wagner bis hin zu Poulenc reicht das breit gefächerte Repertoire. Ein Blick auf das Programm lässt die Kreativität der Studierenden und ihrer Dozenten bei der Planung erkennen. Am 2. Festivaltag steht beispielsweise Richard Wagner im Mittelpunkt, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. Am Nachmittag wird unter dem Titel „Wagner als Gesamtkunstwerk“ ein ganzes Panorama an Zugangsweisen zu diesem bedeutenden Komponisten angeboten: Neben die Präsentation eines Aufsatzbandes mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen tritt ein Vortrag mit Live-Musik sowie eine Ausstellungseröffnung. Am Abend kann man sich dann ausschließlich der Musik zuwenden – in der pfiffigen Kombination mit einem anderen Komponisten aus demselben Geburtsjahr, Giuseppe Verdi. Unter dem Titel „Verdi und Wagner: Kammermusik der Operngiganten“ werden Kammermusikfassungen des Sigfried-Idyll und der Wesendonck-Lieder unter anderem dem berühmten Streichquartett Verdis gegenübergestellt.

Neben großen Namen bietet crescendo2013 zahlreiche musikalische Raritäten. Die chromatische und enharmonische Musik ist ein Beweis extravaganter Experimente aus früheren Jahrhunderten. Bei crescendo2013 wird diese vergessene Kompositionstechnik mit Auftragswerken neu belebt. Im Konzert werden diese Neukompositionen mit historischen, über 400 Jahre alten Werken konfrontiert. Eine Wiederentdeckung verspricht auch das moderierte Konzert über die „Faszination Hölderlin“ zu werden. Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen und politischer Überzeugungen wie Hindemith, Eisler, Ligeti und Rihm werden mit ihren Hölderlin-Vertonungen vorgestellt. Die fachübergreifende Zusammenarbeit, auf die an der UdK Berlin größten Wert gelegt wird, trägt hier ihre schönsten Früchte: Die Veranstaltung, eine Kooperation mit der Forschungsstelle Exil und Nachkriegskultur an der UdK Berlin, wird gemeinsam moderiert von der Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Dörte Schmidt und dem Leiter der Interpretationsklasse „Zeitgenössisches Lied“ Prof. Axel Bauni.

Das Konzert „… und Tschüss!“ ist ein Beweis dafür, dass das Festival crescendo2013 auch ein Forum für personelle Veränderungen an der UdK Berlin ist. Der erfolgreiche Oboenpädagoge Burkhard Glaetzner gibt unter diesem Titel sein Abschiedskonzert als Professor von der UdK Berlin. Zahlreiche Kollegen wie Nora Chastain und Jens Peter Maintz begleiten diesen Abschied. Das Programm spiegelt den hohen künstlerischen Anspruch und den Entdeckergeist, die Burkhard Glaetzner in seiner langen Karriere ausgezeichnet haben: Neben einem Konzert von Bach, einem Quintett von Mozart und einem Werk des 20. Jahrhunderts präsentiert er auch eine Uraufführung: „Wolves“ von Sarah Nemtsov. Die Begeisterung für die Musik unterschiedlichster Epochen und Stilrichtungen, die in diesem Konzert zu erleben sein wird, trägt auch das Musikfestival crescendo2013 insgesamt. Auf dieser Grundlage können die Musikfestwochen an der UdK Berlin mit großer Zuversicht in die Zukunft blicken.

crescendo2013 Musikfestwochen der UdK Berlin | Fakultäten Musik, Darstellende Kunst
24. Mai – 15. Juni

Programmhighlights:

Fr, 24. Mai | 20 Uhr
Eröffnungskonzert
Beethoven, Zimmermann, Hindemith | Symphonieorchester der UdK Berlin | Yongyan Hu

Mo, 27. Mai | 19.30 Uhr
Poulenc zum 50.
Meisterwerke der Moderne | mit François Benda, Pascal Devoyon und Jens Peter Maintz

Fr, 7. Juni | 19.30 Uhr
Hermès Quartett
Spitzennachwuchs aus der Klasse des Artemis Quartetts | Schubert und Verdi

Sa, 15. Juni | 20 Uhr
Hindemith und Haydn
Hartmut Rohde | Jens Peter Maintz | Symphonieorchester der UdK Berlin | Eckart Hübner

Tickets: (030) 3185-2374
www.udk-berlin.de/crescendo

(Selbstdarstellung crescendo)


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