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Dienstag, 23. September 2014

Giovanni Bottesini

Giovanni Bottesini im Portrait

Biografie


Wie kommt man dazu, Kontrabass zu lernen? Im Falle des 1821 in Crema geborenen Giovanni Bottesini war das eher ein Zufall: Frh hatte der aus einer beraus musikalischen Familie stammende Giovanni bei dem Priester Carlo Cogliati Viola und Geige gelernt. Als 1835 dann zwei freie Stellen fr Fagott und Kontrabass am Mailnder Konservatorium ausgeschrieben wurden, bewarb sich der auf den Saiten gebte 14-Jhrige natrlich fr den Kontrabass. Er erhielt die Stelle, durfte seine Schule frhzeitig verlassen und wurde zudem noch mit einem Stipendium bedacht. Das Geld nutzte er, um sich einen Kontrabass von Carlo Antonio Testore aus dem Jahre 1716 zu kaufen. Mit diesem Instrument konzertierte er in der ganzen Welt. Sogar nach Havanna verschlug es ihn 1846, wo er am Teatro Imperial als Solo-Kontrabassist wirkte. Dort schrieb er auch - von der Neuen Welt' inspiriert - seine erste Oper Cristoforo Colombo' (1847). In Kuba legte er zudem Grundstein fr seine Karriere als gefeierter Solist, Dirigent und Komponist. Er bereiste die USA und ganz Europa. 1853 erhielt er die ehrenvolle Aufgabe, das Konservatorium in Mexiko zu grnden, und zwei Jahre spter wurde er Dirigent des Theatre-Italien in Paris. Bei der Weltausstellung 1855 teilte er sich die Leitung des Orchesters mit Hector Berlioz. 1871 dirigierte Bottesini die Urauffhrung von Verdis Aida' in Kairo und wurde 1888 auf Empfehlung des berhmten Komponisten Konservatoriumsdirektor in Parma. Wenige Monate spter - am 7. Juli 1889 - starb Bottesini. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Parma; direkt neben dem seines groen Vorbilds Niccolo Paganini.

Unter seinen Kompositionen, die ganz dem Geschmack der Zeit verhaftet sind und - gerade was die Opern betrifft - Donizetti und Bellini folgen, finden sich mehrere Sinfonien, Streichquartette- und Quintette, ein Oratorium, ein Requiem und natrlich Kammermusik und Konzerte fr den Kontrabass. Durch sein enormes Talent war es ihm mglich, fr spieltechnischen Mglichkeiten seines Instrumentes neue Mastbe zu setzen.



"Ich wei - mein Herr - dass ich falsch gespielt habe. Aber wenn ich erstmal gelernt habe, wohin ich meine Finger zu setzen muss, dann wird das nicht mehr vorkommen. (Der 13-jhrige Bottesini zu seinem Lehrer)"
 
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